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HessenKleine AnfrageBündnis 90/Die Grünen

❓ Nachfrage und Finanzierung des dualen Studiengangs Hebammenwissenschaft in Hessen

8. Juli 2026Dokument 21/4781 · WP 21Hessen
Kathrin Anders, Nina Eisenhardt, Daniel May
HebammenwissenschaftAkademisierungHochschulstudiumGeburtshilfeFachkräfteversorgung
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit dem Studiengang Hebammenwissenschaft in Hessen, der seit 2020 als duales Hochschulstudium angeboten wird. Das Hebammenreformgesetz von 2019 verpflichtete zur vollständigen Akademisierung der Hebammenausbildung bis 2023. In Hessen entstanden Studiengänge an drei Hochschulstandorten (Fulda, Frankfurt, Mittelhessen) in Kooperation mit Universitäten und Unikliniken. Die Kleine Anfrage behandelt die Auslastung der Studienplätze, deren Finanzierung unter dem neuen Hochschulpakt 2026–2031 und die bisherigen Erfahrungen fünf Jahre nach Einführung.

👥 Wer ist betroffen?

Studierende in den Hebammenwissenschaftsstudiengängen, Hochschulen (Hochschule Fulda, Frankfurt University of Applied Sciences, Technische Hochschule Mittelhessen), Universitäten (Philipps-Universität Marburg, Goethe-Universität Frankfurt, Justus-Liebig-Universität Gießen), Hebammen und Geburtshilfe-Einrichtungen in Hessen, schwangere Frauen und die Geburtshilfe-Versorgung des Landes.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Anfrage erkundigt sich nach: 1) der Bewertung der Fachkräfteversorgung in der Geburtshilfe, 2) Anzahl und zeitliche Entwicklung der Studienplätze nach Standorten, 3) Auslastung in den letzten zehn Semestern, 4) Überauslastung durch Bewerbungen, 5) Finanzierung unter dem neuen Hochschulpakt 2026–2031, 6) geplante Ausweitung der Kapazitäten, 7) Erfahrungen nach fünf Jahren, 8) Anpassungsbedarfe, und 9) Festhalten an der Eins-zu-Eins-Betreuung während der Geburt.

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Regierungsantwort zeigt folgende Ergebnisse: Die Geburtshilfe in Hessen ist gut versorgt; jede Frau soll innerhalb von 40 Minuten ein Krankenhaus erreichen. Studienanfängerzahlen beim Start: Fulda 53 (WS 2020/21), Fulda-Marburg 71 (WS 2022/23), Frankfurt 36 je Semester (2022), Mittelhessen 15 (WS 2022/23). Im WS 2025/26 waren es: Fulda-Marburg 70, Frankfurt 45, Mittelhessen 29. Bewerbungszahlen liegen nur teilweise vor (THM WS 2025/26: 123 Bewerbungen). Die zusätzlichen Studienplätze wurden vollständig in die Grundfinanzierung des Hochschulpakts 2026–2031 integriert. Eine Ausweitung der Kapazitäten ist nicht geplant. Die Akademisierung wird von Hochschulen als Erfolg bewertet; Herausforderungen sind: hoher Prüfungsaufwand, Personalgewinnung, Spannungen zwischen Hochschul- und Arbeitsrecht. Die Regierung hält an der Eins-zu-Eins-Betreuung fest und setzt die Förderung des hebammengeleiteten Kreißsaals fort.

Quelle: Hessen, Dokument 21/4781, Wahlperiode 21, eingereicht 8. Juli 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.