❓ Drucksache 21/4782
📋 Worum geht es?
Ende Juni 2026 erlebte Hessen eine historische Hitzewelle mit Temperaturrekorden. Diese führte zu massiven Belastungen der kritischen Infrastruktur und des öffentlichen Lebens. Besonders in der Metropolregion Frankfurt zeigte sich die Situation dramatisch: Die Notfallrettung befand sich gemäß NINA-Warnung am 29. Juni im Ausnahmezustand. Gleichzeitig fanden dort zwei Großveranstaltungen statt – der Triathlon Ironman (verkürzt, nicht abgesagt) und Stadionkonzerte – während Waldbrände zusätzliche Ressourcen banden.
👥 Wer ist betroffen?
Rettungskräfte und Feuerwehr Hessens (extreme Belastung durch Hitze, Waldbrände, Veranstaltungen); Patientinnen und Patienten in Kliniken und Notaufnahmen des Rhein-Main-Gebiets (Überlastung, IVENA-Abmeldungen); Besucherinnen und Besucher der Großveranstaltungen; Veranstalter und kommunale Behörden.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Kleine Anfrage richtet zehn Fragen an die Landesregierung: (1) Klärung der rechtlichen und organisatorischen Zuständigkeiten zwischen Land, Kommunen und privaten Veranstaltern; (2-3) Einbindung der Landesregierung in die Entscheidungen zum Ironman und zu Stadionkonzerten; (4) Fachliche Begründung der Entscheidungen; (5) Eigene Absagen oder Modifikationen durch die Landesregierung; (6) Überblick über Absagen in hessischen Kommunen; (7) Handlungsbedarf für Katastrophenschutz und Rettungswesen; (8) Maßnahmen gegen Überlastung von Kliniken; (9) Bewertung der Verantwortbarkeit; (10) Standardisierte Kriterien für solche Entscheidungen.
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Anfrage der Grünen; die Antwort der Landesregierung liegt nicht vor. Konkrete Fakten aus der Vorrede: Die Frankfurter Brandschutzbehörde empfahl explizit die Absage des Ironman, was aber nicht befolgt wurde (nur Verkürzung). Zum Vergleich: Ironman in Nizza und Halbmarathon in Hamburg wurden abgesagt. Die Notfallrettung Frankfurt meldete sich am 29. Juni via NINA im Ausnahmezustand. Notaufnahmen waren flächendeckend abgemeldet (IVENA-System). Zusätzliche Lasten: Waldbrände und regulär hitzebedingt erhöhtes Einsatzaufkommen.