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HessenKleine Anfrage

❓ Drucksache 21/4794

13. Juli 2026Dokument 21/4794 · WP 21Hessen
Sascha Herr
Intensivpädagogische HilfenJugendhilfeStationäre EinrichtungenKapazitätsausbauWirksamkeitsevaluierung
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Das Dokument behandelt intensivpädagogische Hilfen für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige in Hessen, die besonders komplexe Bedarfe haben. Es geht um spezialisierte Einrichtungen wie das Trainingscamp Diemelstadt mit erhöhter Betreuungsintensität, therapeutischer Begleitung und individualpädagogischen Konzepten. Die Anfrage zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über vorhandene Kapazitäten, deren Verteilung, Auslastung und Effektivität zu schaffen, um bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Hilfen zu ermöglichen.

👥 Wer ist betroffen?

Kinder und Jugendliche mit besonders komplexem Hilfebedarf; Jugendämter in Hessen und anderen Bundesländern; Träger von Jugendhilfeinrichtungen (öffentliche und freie Träger); Fachkräfte in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen; Angehörige der betroffenen jungen Menschen.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Kleine Anfrage stellt 10 Fragen zur umfassenden Analyse intensivpädagogischer Angebote: (1) Bestandsaufnahme aller Einrichtungen mit detaillierten Angaben zu Plätzen und Konzeptionen; (2) Altersverteilung verfügbarer Plätze; (3) Statistiken zu Anträgen auf stationäre Hilfen für Volljährige; (4) Auslastungsquoten und regionale Herkunft belegender Jugendämter; (5) Ermittlung zusätzlichen Bedarfs; (6) Wartezeiten und unerfüllte Platzanfragen; (7) Wirksamkeitsstudien und Erfolgsindikatoren; (8) Abbruchquoten und deren Gründe; (9) Umsetzungsstand der Koalitionsvertrag-Maßnahmen; (10) Geplante neue Einrichtungen bis Ende der 21. Wahlperiode.

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Landesregierung antwortet wie folgt: Zu einer vollständigen Aufschlüsselung aller intensivpädagogischen Einrichtungen liegen keine Daten vor, da über 860 Einrichtungen mit mehr als 11.800 genehmigten Plätzen vorhanden sind und keine einheitliche Begriffsverwendung existiert. Zu Anträgen auf stationäre Hilfen für Volljährige zeigt sich ein wachsender Trend: 2020 (652), 2021 (687), 2022 (544), 2023 (726), 2024 (823 Hilfen). Daten zu Auslastung, Wartezeiten und Abbruchquoten liegen nicht vor. Zu Wirksamkeit verweist die Regierung auf Evaluationen des Trainingscamp Diemelstadt (2008-2012) und der Einrichtung Murialdo/Sannerz (2012-2017), die hohe Effektivität bei schwierigen Ausgangssituationen zeigten. Umgesetzte Koalitionsvertrag-Maßnahmen: Fachkräfteoffensive seit 2024 auf (teil-)stationäre Einrichtungen ausgeweitet, seit 2025 auch auf Heilerziehungspfleger; digitales Serviceportal zur Betriebserlaubnis 2024 implementiert; Curriculum für Quereinsteigerqualifizierung Februar 2026 beschlossen. Das Landesförderprogramm zum Ausbau stationärer Plätze: keine ausreichenden Haushaltsmittel verfügbar, jedoch Gespräche mit zwei Trägern laufend.

Quelle: Hessen, Dokument 21/4794, Wahlperiode 21, eingereicht 13. Juli 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.