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HessenKleine AnfrageBündnis 90/Die Grünen

❓ Belastungen von Gerichtsvollziehern und Gerichtsvollzieherinnen in Hessen

13. Juli 2026Dokument 21/4796 · WP 21Hessen
Lara Klaes, Kaya Kinkel
Gerichtsvollzieher/inPersonalbelastungNachwuchsgewinnungArbeitsschutzJustizbedienstete
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Diese Kleine Anfrage behandelt die Situation der Gerichtsvollzieher und Gerichtsvollzieherinnen in Hessen. Sie erfragt ihre Anzahl, ihre Arbeitsbelastung, die Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung und zur Attraktivitätssteigerung des Berufs, die verfügbaren Unterstützungsangebote sowie Sicherheits- und Gefährdungsaspekte ihrer beruflichen Tätigkeit.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind Gerichtsvollzieher und Gerichtsvollzieherinnen in Hessen, die Justiz des Landes Hessen als Arbeitgeber, potenzielle Nachwuchskräfte und mittelbar die Schuldner und Bürger, die mit dieser Berufsgruppe in Kontakt kommen.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Anfrage stellt 9 konkrete Fragen: zur Personalausstattung (Anzahl der Arbeitskraftanteile), zur durchschnittlichen Pro-Kopf-Belastung, zu Maßnahmen der Nachwuchsgewinnung und Attraktivitätssteigerung, zu Unterstützungsangeboten des Justizministeriums, zur Erfassung von Übergriffen und Gewalthandlungen, zur Unterstützung durch die Polizei, zu den Verfahren bei Verhaftungen, zu Gefährdungen bei Überführungen und zur psychologischen Unterstützung bei Bedarf.

🔎 Was wurde geantwortet?

Das Justizministerium antwortet mit folgenden Kernergebnissen: (1) Am 30. Juni 2026 waren 293,20 Arbeitskraftanteile von Gerichtsvollziehern und -vollzieherinnen tätig. (2) Die durchschnittliche Pro-Kopf-Belastung betrug 115,47 Prozent (30.6.2026). (3) Seit 2022 wurde der Vorbereitungsdienst auch für externe Kandidaten geöffnet; die Ausbildungsbedingungen wurden verbessert (Entgeltfortzahlung während Vorbereitungsdienst, verkürztes Probejahr für erfahrene Beamte). Die Justiz nimmt an mindestens 46 Personalgewinnungsveranstaltungen 2026 teil, betreibt einen Instagram-Kanal (justiz.hessen.karriere) und schaltet Werbeanzeigen. (4) Die Justizakademie bietet 7 Fortbildungen 2026 an; 9 Trainings zum Thema Räumungsverfahren mit 165 Teilnehmern fanden von November 2025 bis Juli 2026 statt; externe psychosoziale Notfallbetreuung ist über pme Familienservice GmbH verfügbar (24/7, anonym). (5) Gewalthandlungen werden nicht gesondert statistisch erfasst; 3 Vorfälle sind aus Erinnerung bekannt. (6) Keine Erkenntnisse über Probleme mit polizeilicher Unterstützung. (7) Verhaftungen folgen gesetzlichen Standards. (8) Keine zwingende Verpflichtung zur Beförderung im privaten Pkw; Dritte oder polizeiliche Unterstützung stehen zur Verfügung. (9) Psychologische Unterstützung ist verfügbar.

Quelle: Hessen, Dokument 21/4796, Wahlperiode 21, eingereicht 13. Juli 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.