❓ Drucksache 21/4800
📋 Worum geht es?
Die Kleine Anfrage befasst sich mit der Zukunftsstrategie der Hessen-App. Der Fragesteller dokumentiert, dass die Kosten für Entwicklung und Betrieb kontinuierlich gestiegen sind (von etwa 1,48 Millionen Euro auf 1,88 Millionen Euro bis Ende 2024), während die Nutzerschaft nur schwach wächst (von etwa 38.000 im März 2025 auf 39.400 im Juli 2025). Parallel konkretisiert die Bundesregierung ihre Pläne für eine einheitliche Deutschland-App als zentraler Zugang zu digitalen Verwaltungsleistungen von Bund, Ländern und Kommunen. Dies stellt die strategische Notwendigkeit einer eigenständigen Hessen-App in Frage und wirft das Problem von kostspieligen Parallelentwicklungen auf.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind die Landesregierung Hessen als Betreiberin, Bürgerinnen und Bürger Hessens als potenzielle Nutzer, kommunale Verwaltungen in Hessen (bislang nicht integriert) und das Verhältnis zwischen Bundes- und Landesebene bei der Digitalisierung der Verwaltung.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Anfrage stellt zehn konkrete Fragen: (1) Kostenverlauf getrennt nach Entwicklung, Betrieb, Wartung, Support und externe Leistungen, (2) Monatliche Nutzerzahlen nach iOS und Android, (3) Erhobene Kennzahlen zur tatsächlichen Funktionsnutzung, (4) Umgesetzte oder beauftragte Funktionserweiterungen seit der letzten Anfrage, (5) Gespräche und Abstimmungen mit der Bundesregierung zur Deutschland-App, (6) Erwartete Auswirkungen der Bundesapp auf die Hessen-App, (7) Geplante Funktionen zur eigenständigen Fortführung vs. Integration in bundesweite Lösungen, (8) Maßnahmen zur Vermeidung von Doppelentwicklungen und Mehrkosten, (9) Finanzielle Auswirkungen für den Landeshaushalt bei Anpassung oder Integration, (10) Festhalten an der bisherigen Strategie eigenständiger Weiterentwicklung.
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Anfrage; die Antworten der Landesregierung liegen noch nicht vor. Basierend auf früheren Antworten werden folgende Eckdaten genannt: Gesamtkosten ca. 1,48 Mio. Euro (Drucksache 21/395), gestiegen auf ca. 1,88 Mio. Euro bis Ende 2024 (Drucksache 21/1475); Nutzerzahlen von ca. 38.000 im März 2025 auf ca. 39.400 Anfang Juli 2025; kommunale Apps wurden bislang nicht integriert; keine aktive Vermarktung findet statt; die Landesregierung verweist auf abzuwartende Bundesplanungen.