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HessenKleine AnfrageFreie Demokraten

❓ Strafverfolgung von Übergriffen im Amateurfußball

15. Juli 2026Dokument 21/4809 · WP 21Hessen
Marion Schardt-Sauer
AmateurfußballRassismusGewaltKooperationsvereinbarungStrafverfolgung
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Kleine Anfrage befasst sich mit der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Hessischen Fußball-Verband (HFV) und dem Ministerium der Justiz und für den Rechtsstaat vom April 2025. Diese Vereinbarung verpflichtet den HFV, strafrechtlich relevante Fälle von Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung und Gewalt gegen Schiedsrichter an die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main zu melden. Die Fragesteurin kritisiert ein erhebliches Missverhältnis zwischen erfassten Vorfällen und tatsächlichen Meldungen und stellt die praktische Wirksamkeit der Vereinbarung in Frage.

👥 Wer ist betroffen?

Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen im Amateurfußball, Spieler (insbesondere Spieler of Color), Amateur-Fußballvereine in Hessen, der Hessische Fußball-Verband (HFV), Justizministerium Hessen, Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main, Fans und Zuschauer.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Anfrage hinterfragt die Kooperationsvereinbarung durch neun Fragen: (1) Bewertet die Landesregierung die Vereinbarung als Erfolg? (2) Welche Kriterien definieren 'erhebliche' Vorfälle? (3) Warum nur 3 Meldungen bei 196 erfassten Vorfällen? (4) Welche Sachverhalte lagen den drei Meldungen zugrunde? (5) Wie wurden die Ermittlungsverfahren abgeschlossen? (6) Wie bewertet die Landesregierung die Nichtmeldung schwerwiegender Fälle? (7) Führt die Landesregierung eine statistische Erfassung durch? (8) Auf welcher Datengrundlage bewertet sie die Wirksamkeit? (9) Sieht sie Änderungsbedarf?

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Landesregierung antwortet, dass die Kooperationsvereinbarung 'in vielerlei Hinsicht ein Erfolg' ist. Zentrale Faktenfeststellungen: In der Saison 2025/2026 (Stand 23.06.2026) wurden 196 Spiele mit Vorfällen gegen Schiedsrichter registriert (94 Gewalt-, 111 Diskriminierungsfälle). Der HFV meldete seit Vereinbarungsabschluss nur 3 rassistische Fälle an die Generalstaatsanwaltschaft: (1) Bezeichnung zweier Spieler als 'Nigger' und 'dreckiger Nigger', (2) Bezeichnung eines Spielers als 'Nigger' und 'schwarze Ratte', (3) Singen eines Liedes mit 'Blut und Ehre'. Alle drei Verfahren sind noch in der Ermittlungsphase. Die Landesregierung verfügt über keine eigene statistische Erfassung. Meldungskriterien sind 'Vorfälle von Bedeutung und Erheblichkeit', deren Bewertung im Ermessen des HFV liegt.

Quelle: Hessen, Dokument 21/4809, Wahlperiode 21, eingereicht 15. Juli 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.