❓ Siemens-Ansiedlung in Offenbach: Landesförderung, Beschäftigungswechsel und Stromversorgung
📋 Worum geht es?
Das Dokument befasst sich mit der Ansiedlung eines neuen Siemens-Zulieferwerks in Offenbach. Das Werk entsteht auf dem Gelände des Druckmaschinenherstellers Manroland Sheetfed, der im Juni 2026 geschlossen wurde. Siemens plant eine Investition von 300 Millionen Euro zum Ausbau der Schaltanlagenfertigung an den Standorten Frankfurt und Offenbach. Bis 2030 sollen rund 700 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Kleine Anfrage hinterfragt die finanzielle Unterstützung durch das Land Hessen, die berufliche Perspektive der entlassenen Manroland-Mitarbeiter und die Auswirkungen auf die Stromversorgung im Rhein-Main-Gebiet.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffene sind die rund 660 Arbeitnehmer der Manroland Sheetfed, die zum 1. Juni 2026 entlassen wurden; das Unternehmen Siemens; die Landesregierung Hessen; die IG Metall als Arbeitnehmervertretung; die Städte Offenbach und Frankfurt; das Rhein-Main-Gebiet hinsichtlich Stromversorgung; und das Unternehmen Langley Holdings als Besitzer von Manroland.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller stellt zehn Fragen: (1) Höhe der Fördermittel oder Finanzunterstützung des Landes für die Siemens-Ansiedlung; (2) Konkrete Förderprogramme, über die Leistungen bewilligt wurden; (3) Zahl der Manroland-Mitarbeiter, die bei Siemens Anstellung fanden; (4) Gespräche der Landesregierung mit Langley Holdings vor der Werksschließung; (5) Kenntnisse zur geforderten Transfergesellschaft der IG Metall; (6) Bewertung der Stromnachfrage-Auswirkungen des Siemens-Werks auf das regionale Netz; (7) Bekannte Stromnetzausbaumaßnahmen im Raum Frankfurt/Offenbach; (8) Zahl erforderlicher Genehmigungsverfahren auf Landesebene; (9) Dauer dieser Verfahren; (10) Rolle der Hessen Trade & Invest GmbH bei der Ansiedlung.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Antworten der Landesregierung (Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori) zeigen folgende konkrete Ergebnisse: Zu Fragen 1–2: Es wurden keine Fördermittel bewilligt. Zu Fragen 3–5: Der Landesregierung liegen keine Erkenntnisse vor, die über öffentlich zugängliche Informationen hinausgehen. Es gab keine vorherigen Gespräche mit Langley Holdings, da die Schließung eine unternehmerische Entscheidung war. Zu Frage 6: Keine bekannten Auswirkungen auf die Verteilnetzkapazität durch die Siemens-Erweiterung. Zu Frage 7: Netzausbau wird integriert für alle Lastarten geplant; der Stromnachfrage-Anstieg wird vor allem durch Rechenzentren bestimmt, aber auch Industrie, Elektromobilität und Wärmemarkt-Elektrifizierung berücksichtigen; Rhein-Main-Link und weitere Hochspannungsprojekte sind im Bundesbedarfsplan enthalten. Zu Fragen 8–9: Es wurden und werden keine bau-, immissionsschutz-, abfall-, bodenschutz-, strahlenschutz- oder wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren für ein Siemens-Werk in Offenbach durchgeführt. Zu Frage 10: Die Hessen Trade & Invest GmbH hatte keinen Kontakt zu Siemens für dieses Projekt.