❓ Drucksache 21/4841
📋 Worum geht es?
Der Projektentwickler JUWI hat sich im Juli 2026 aus der Planung von 15 Windenergieanlagen im Windvorranggebiet "Steinerne Platte/Schnepfenwald" im Gieseler Forst bei Großenlüder (Landkreis Fulda) zurückgezogen und seinen Pachtvertrag mit dem Landesbetrieb HessenForst gekündigt. Das Unternehmen begründete den Rückzug ausschließlich mit mangelnder Wirtschaftlichkeit angesichts eines Überangebots an Vorrangflächen. Das rund 250 Hektar große Vorranggebiet bleibt bestehen und kann erneut ausgeschrieben werden. Eine ehrenamtliche Projektgruppe aus Kleinlüder hatte zuvor in einem 50-seitigen Dossier auf einen empfindlichen Wasserhaushalt mit über 40 dokumentierten Quellen sowie auf Vorkommen streng geschützter Arten wie Mopsfledermaus und Kammmolch hingewiesen.
👥 Wer ist betroffen?
Landesbetrieb HessenForst, JUWI GmbH (Projektentwickler), Gemeinde Kleinlüder und Bürgerinitiativen, Landkreis Fulda, Grundwasser- und Quellensystem des Gieseler Forstes, geschützte Tierarten (Mopsfledermaus, Kammmolch)
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Abgeordnete Maximilian Müger (fraktionslos) stellt der Landesregierung zehn Fragen: (1) Zeitpunkt der offiziellen Benachrichtigung HessenForsts über JUWIs Rückzug; (2) Absicht zur Neuausschreibung der Fläche mit Begründung; (3) Zeitplan für ein mögliches neues Verfahren; (4) Anzahl der Unternehmen mit bekundertem Interesse an Neuausschreibung; (5) Berücksichtigung des Bürgerdossiers zu Wasserhaushalt und Artenvorkommen im weiteren Verfahren; (6) Kenntnis über die dokumentierten über 40 Quellen; (7) Risikobewertung für das oberflächennahe Grundwassersystem; (8) bekannte Vorkommen streng geschützter Arten; (9) geplante fachliche Überprüfung des Gebietsschnitts; (10) Verfahrensvoraussetzungen und Ablauf für mögliche Aufhebung des Vorranggebiets.
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Anfrage des Abgeordneten. Die Antworten der Landesregierung liegen noch nicht vor. Im Dokument dokumentierte Fakten: JUWI-Rückzug im Juli 2026 aus wirtschaftlichen Gründen; 15 geplante Windenergieanlagen; Vorranggebietsgröße ca. 250 Hektar; über 40 dokumentierte Quellen im Bürgerdossier; dokumentierte Vorkommen von Mopsfledermaus und Kammmolch.