❓ Drucksache 21/4865
📋 Worum geht es?
Das Bundesprogramm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" endete am 30. Juni 2023. Das Land Hessen übernahm die Förderung daraufhin vorübergehend und garantierte Unterstützung für Kitas mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit sprachlichem Förderbedarf bis zum 31. Dezember 2026. Ab Mitte 2027 plant die Landesregierung, die Mittel in die gesetzliche Betriebskostenförderung zu überführen und damit von zeitlich befristeten Einzelprogrammen zu einer flächendeckenden Qualitätsentwicklung in allen Kitas zu wechseln.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Kindertageseinrichtungen in Frankfurt am Main, ihre Träger (städtische, kirchliche und private Organisationen), Sprach-Fachkräfte in den Einrichtungen und die betreuten Kinder. Nach Angaben des Stadtentwicklungsplans Frankfurt wurden 2024 in 57 Frankfurter Kitas solche Stellen gefördert.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Kleine Anfrage richtet sich auf: (1) die teilnehmenden Frankfurter Kitas zum 1. Juli 2026, (2) die Zahl besetzter Fachkraftstellen, (3) unbesetzte Stellenanteile, (4) die Fördersummen pro Einrichtung, (5) die Anzahl betreuter Kinder, (6) zukünftige Förderkriterien ab Mitte 2027, (7) geplante Kürzungen einzelner Einrichtungen, (8) Finanzierungslücken während des Übergangs, (9) Informationszeitpunkt für Träger, (10) Fortführungsmöglichkeiten der Fachkraftstellen ab 2027.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Ministerin antwortet mit folgenden Konkretisierungen: (1) 51 Frankfurter Einrichtungen waren zum 1. Juli 2026 im Programm bewilligt; (2) in 45 Einrichtungen waren die Fachkraftstellen besetzt; (3) 6 Einrichtungen hatten unbesetzte Stellen; (4) für jede Fachkraftstelle wurden 25.000 Euro bewilligt; (5) zu betreuten Kindern liegen der Landesregierung keine Angaben vor (Zuständigkeit der Kommunen); (6) die genauen Förderkriterien befinden sich noch in Erarbeitung; (7)-(10) die Fragen 7, 9 und 10 werden zusammengefasst beantwortet: Die konkrete Ausgestaltung wird im Gesetzgebungsverfahren konkretisiert, die Träger werden nach Abschluss der Beratungen informiert, zu Beginn 2027 erhalten alle Träger eine Abschlagszahlung auf Basis der Vorjahresförderung.