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HessenKleine AnfrageFreie Demokraten

❓ Maßnahmen gegen Fachkräftemangel in der Eingliederungshilfe

29. Juli 2026Dokument 21/4874 · WP 21Hessen
Yanki Pürsün
FachkräftemangelEingliederungshilfeBehindertenbetreuungFachkräftekampagneAusbildung
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Kleine Anfrage befasst sich mit den Maßnahmen der hessischen Landesregierung gegen den Mangel an qualifiziertem Personal in der Eingliederungshilfe. Ein Personalmangel gefährdet die verlässliche Unterstützung von Menschen mit Behinderungen. Die Landesregierung hat im Juni 2026 eine Kampagne zur Gewinnung von Fachkräften gestartet und unterstützt Fachkräftecamps. Seit Juli 2023 gelten neue Rahmenverträge für die Eingliederungshilfe, die umfassende Veränderungen der Leistungs- und Finanzierungsstrukturen brachten.

👥 Wer ist betroffen?

Menschen mit Behinderungen in Hessen, Beschäftigte und Fachkräfte in der Eingliederungshilfe, Leistungserbringer (Träger sozialer Dienste, stationäre Einrichtungen), Kommunen (kreisfreie Städte und Landkreise), Fachschulen für Sozialwesen mit Schwerpunkt Heilerziehungspflege.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Anfrage stellt 10 konkrete Fragen: (1) Zahl unbesetzter Fachkraftstellen; (2) Quantitative Ziele der Fachkräftekampagne; (3) Messbare Erfolgskriterien; (4) Dauerhafte Maßnahmen über die Kampagne hinaus; (5) Geplante Änderungen personeller Anforderungen; (6) Modulare Nachqualifizierungswege; (7) Bearbeitungsdauer bei Anerkennung ausländischer Abschlüsse; (8) Zusätzliche Ausbildungsplätze bis 2027/2028; (9) Refinanzierung der Praxisanleitung; (10) Refinanzierung von Personalkosten bei Ausfällen. Der Fragesteller kritisiert implizit, dass zeitlich begrenzte Werbemaßnahmen nicht ausreichen, und fordert verlässliche Ausbildungswege, schnellere Anerkennungsverfahren und auskömmliche Finanzierung.

🔎 Was wurde geantwortet?

(1) Keine offizielle Statistik über unbesetzte Stellen, da keine Meldepflicht besteht. (2) Kampagnenziel: Attraktivitätssteigerung des Berufsfelds, Erhöhung von Bewerbungen und Studierendenzahlen. (3) Erfolgsmessung über Studierendenzahlen, Digital-Kanäle (machs-machbar.de, Instagram @machs_machbar), Multiplikatoren-Aktivitäten und Materialverbrauch. (4) Arbeitsgruppe seit 2023; Social-Media-Aktivitäten werden fortgeführt. (5) Betreuungs- und Pflegeaufsichtsverordnung wird überprüft; Entbürokratisierung angestrebt. (6) Nachqualifizierungskonzept in Entwicklung mit Ziel: Beschäftigung als qualifizierte Hilfskraft. (7) Bearbeitungsdauer nach Hessischem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz; beschleunigtes Verfahren verfügbar. (8) Seit 2020: ca. 260 Millionen Euro investiert; 2026: weitere 75 Millionen Euro; Regierung geht davon aus, dass keine zusätzlichen Mittel nötig sind. (9) Programmbereich "Praxisbonus" fördert Anleitung mit 30 Euro/Stunde (60 Euro für 2 Stunden/Woche); 400 Plätze für 2026/2027. (10) Personalkosten bei Ausfällen sind Aufgabe der Rahmenvertragsparteien vor Ort.

Quelle: Hessen, Dokument 21/4874, Wahlperiode 21, eingereicht 29. Juli 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.