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HessenKleine AnfrageAfD

❓ Drucksache 21/4904

3. August 2026Dokument 21/4904 · WP 21Hessen
Marcus Resch, Pascal Schleich, Jochen K. Roos, Bernd Erich Vohl
DrohnenKünstliche IntelligenzFernerkundungNaturschutzLandwirtschaft
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Kleine Anfrage behandelt die Anwendbarkeit von Drohnen- und KI-Technologien zur Fernerkundung in Hessen. Anlass ist das Projekt MonA (Monitoring von naturschutzrelevanten Arten und Renaturierungsmaßnahmen per Fernerkundung) des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), das in Zusammenarbeit mit der Justus-Liebig-Universität Gießen hochauflösende Drohnenaufnahmen und KI-gestützte Auswertungen zur Erfassung von Renaturierungserfolgen und invasiven Pflanzenarten eingesetzt hat. Das Projekt zeigte hohe Genauigkeiten bei einzelnen Anwendungen, weist aber auch auf fachliche, technische und praktische Grenzen hin. Die Fragesteller interessieren sich für die Übertragbarkeit dieser Verfahren auf weitere Aufgaben und mögliche Anwendungen in der Landwirtschaft.

👥 Wer ist betroffen?

Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), Justus-Liebig-Universität Gießen, landwirtschaftliche Betriebe in Hessen, Landesbehörden und Kommunen, Pflanzenschutzdienst Hessen, Maschinenringe und Lohnunternehmer, Anbauverbände, Zuckerwirtschaft.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Anfrage richtet sich an die Landesregierung mit folgenden Fragen: (1) Gesamtkosten und Finanzierungsquellen des Projekts MonA; (2) Bewertung der Genauigkeit und Belastbarkeit der Verfahren; (3) Veröffentlichungsstand von Fachartikeln und Datensätzen; (4) Praktische Einsetzbarkeit der Verfahren in der Verwaltung; (5) Verfügbarkeit von Daten, Modellen und Softwarelösungen; (6) Kosten einer Übertragung auf weitere Gebiete; (7) Anfallende Kosten trotz freier Software; (8) Übertragbarkeit auf Naturschutz, Forstwirtschaft und Wasserwirtschaft; (9) Potential zur Früherkennung landwirtschaftlicher Schadbilder (SBR, Stolbur, Schilf-Glasflügelzikade); (10) Praktikabilität einzelbetrieblicher vs. überbetrieblicher Implementierung.

🔎 Was wurde geantwortet?

Zentrale Antworten der Landesregierung: Das Projekt MonA kostete insgesamt 151.850 Euro zuwendungsfähige Ausgaben (davon 111.350 Euro Haushaltsmittel an die Universität Gießen, 40.500 Euro Eigenmittel der Universität; Personalausgaben 107.850 Euro, sachliche Verwaltungsausgaben 44.000 Euro). Die Verfahren können nur kontextspezifisch bewertet werden, nicht pauschal für die Verwaltungspraxis. Mehrere Publikationen wurden oder werden veröffentlicht, teilweise open access verfügbar. Eine Einschätzung der Praxisnutzung wird erst nach Bewertung durch das HLNUG möglich. Lizenzgebühren für freie Software sind nicht entstanden. Die Übertragbarkeit ist grundsätzlich denkbar, aber stark kontextabhängig. Für Landwirtschaft: Befallsverdachtsflächen könnten mittels Drohne und KI identifiziert werden, sofern Trainingsdaten vorliegen; aber Labordiagnostik bleibt erforderlich. Ein konkretes Pilotprogramm ist nicht geplant. Sowohl einzelbetriebliche als auch überbetriebliche Nutzung werden als grundsätzlich möglich erachtet.

Quelle: Hessen, Dokument 21/4904, Wahlperiode 21, eingereicht 3. August 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.