❓ Drucksache 21/4925
📋 Worum geht es?
Die Kleine Anfrage behandelt die Entwicklung des Personals im Hessischen öffentlichen Dienst seit 2015 und deren Zusammenhang mit Verwaltungsdigitalisierung und Effizienzgewinnen. Der Hessische öffentliche Dienst beschäftigte zum Juni 2024 etwa 337.910 Personen; die Beschäftigtenzahl ist seit 2015 um etwa 18 Prozent gestiegen. Parallel dazu wird die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) zur Digitalisierung von Verwaltungsleistungen als unzureichend eingeschätzt – Hessen wird nur noch im Mittelfeld der digitalen Verwaltungsangebote eingeordnet. Die Anfrage klärt, ob der Personalaufwuchs mit messbaren Produktivitäts- oder Servicegewinnen einhergeht oder ob die Verwaltung Leistungsfähigkeit durch externe Beratung und digitale Lösungen statt durch Effizienzgewinne bewahrt.
👥 Wer ist betroffen?
Hessischer öffentlicher Dienst mit etwa 338.000 Beschäftigten; Landesdienst Hessen und seine verschiedenen Aufgabenbereiche/Ressorts; Bürgerinnen und Bürger, die Verwaltungsleistungen nutzen; Haushaltsmittel und deren Effizienz.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Anfrage zu zehn Themen: (1) jährliche Entwicklung der Beschäftigtenzahl im unmittelbaren Landesdienst seit 2015; (2) Aufgabenbereiche mit stärkstem Beschäftigungsaufwuchs seit 2015; (3) Effizienz- oder Qualitätsziele, die mit dem Personalaufbau verknüpft sind; (4) Anzahl der vollständig digital medienbruchfrei nutzbaren Verwaltungsleistungen; (5) Verwaltungsverfahren mit aktuellen Bearbeitungszeitdaten; (6) Veränderungen der Bearbeitungszeiten seit 2022 bei digitalisierten Verfahren; (7) Umfang des Einsatzes externer Beratungsunternehmen; (8) jährliche Gesamtausgaben für externe Beratung seit 2022 zu Verwaltungsmodernisierung und Digitalisierung; (9) erwartete Einspar- und Entlastungseffekte durch DMS 4.0 und digitale Personalakte; (10) Kriterien zur Überprüfung, ob Personalmehrbedarfe durch Prozessvereinfachung oder Digitalisierung vermieden werden können.
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Anfrage; die Antwort der Landesregierung liegt noch nicht vor. Angegeben werden folgende Ausgangsfakten: Zum 30. Juni 2024 waren 337.910 Personen im öffentlichen Dienst in Hessen beschäftigt; die Beschäftigtenzahl ist seit 2015 um gut 18 Prozent gestiegen; Hessen wird beim digitalen Angebot von Verwaltungsleistungen nur noch im Mittelfeld gesehen; Verwaltungen setzen verstärkt auf Digitalisierung, Automatisierung, KI-gestützte Anwendungen und externe Beratungsleistungen.