❓ Stromnetz und Anschlusskapazitäten für Rechenzentrumsausbau im Rhein-Main-Gebiet
📋 Worum geht es?
Das Rhein-Main-Gebiet ist der bedeutendste Rechenzentrumsstandort Deutschlands und zeigt ein massives Wachstum. Nach Prognosen der Landesregierung sollte der Energiebedarf der hessischen Rechenzentren von 4,3 TWh (2020) auf etwa 6,2 TWh (2030) steigen. Aktuelle Daten zeigen jedoch eine viel höhere Dynamik: Der Großraum Frankfurt verfügt bereits über gut 1.100 MW Rechenzentrumskapazität, mit weiteren mehr als 1.800 MW in Planung. Gleichzeitig vermeldet der Stromnetzbetreiber NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH einen erheblichen Kapazitätsengpass, da die Nachfrage die verfügbare Strommenge aus dem übergeordneten Netz deutlich übersteigt. Größere Anschlussbegehren werden über ein Pro-Rata-Verfahren zugeteilt.
👥 Wer ist betroffen?
Rechenzentren und Technologieunternehmen im Rhein-Main-Gebiet; Unternehmen der digitalen und KI-basierten Wirtschaft; Stromnetzbetreiber NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH; das Bundesland Hessen als Wirtschaftsstandort.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Anfrage richtet 10 konkrete Fragen an die Landesregierung: (1) Stromverbrauch der Rechenzentren 2026; (2) Erwarteter Stromverbrauch 2030; (3) Aktuelle Gesamtanschlussleistung im Rhein-Main-Gebiet; (4) Geplante zusätzliche Anschlussleistung; (5) Erklärung der Diskrepanz zwischen der Aussage 2022 und heutigen Einschränkungen; (6) Bislang realisierte Netzausbaukapazität durch das 750-Mio-Euro-Paket; (7) Zusätzliche Netzanschlussleistung bis Ende 2030; (8) Anzahl der Netzanschlussbegehren, bei denen Leistung nicht bereitgestellt werden kann; (9) Auswirkungen auf Wettbewerbsfähigkeit; (10) Konkrete Maßnahmen seit Bekanntwerden der Engpässe.
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Frage ohne Antwort der Regierung. Folgende Hintergrundinformationen sind enthalten: Energiebedarf Rechenzentren Hessen 2020: 4,3 TWh; Prognose für 2030 (aus 2022): etwa 6,2 TWh; Großraum Frankfurt derzeit: gut 1.100 MW Rechenzentrumskapazität; geplante Projekte: mehr als 1.800 MW IT-Anschlussleistung; Wachstum Frankfurt: etwa 14% pro Jahr; erheblicher Kapazitätsengpass durch Stromnetzbetreiber bestätigt; Zuteilung nur noch über Pro-Rata-Verfahren möglich; Einschränkungen erwartet bis Mitte der 2030er-Jahre; 2020 angekündigtes Netzausbaupaket: etwa 750 Mio. Euro.