❓ Munitionsbelastete Waldflächen in Hessen: Waldbrandvorsorge und Einsatzfähigkeit
📋 Worum geht es?
In Hessen befinden sich mehrere Wald- und Freiflächen, die durch frühere militärische Nutzung, Kampfhandlungen, Bombardierungen oder Munitionslager mit Kampfmitteln belastet sind. Waldbrände auf diesen Flächen stellen eine erhebliche Gefahr dar, da die Hitze Munition und Sprengmittel zur Detonation bringen kann. Dies erschwert die Brandbekämpfung massiv: Die Flächen können nicht oder nur eingeschränkt betreten werden, Löschhubschrauber dürfen aus Sicherheitsgründen oft nicht eingesetzt werden. Ein konkretes Beispiel ist der Waldbrand 2019 auf der ehemaligen Munitionsanstalt Münster-Breitefeld, bei dem mehrere Explosionen auftraten.
👥 Wer ist betroffen?
Einsatzkräfte (Feuerwehren, Kampfmittelräumdienste), Bevölkerung in der Nähe munitionsbelasteter Flächen, Forstbehörden, Grundstückseigentümer, Kommunen und Landkreise in Hessen
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die AfD-Fraktion stellt zehn detaillierte Fragen: (1) Welche munitionsbelasteten Flächen gelten als besonders waldbrandgefährdet? (2) Wie viele Waldbrände ereigneten sich seit 2015 auf munitionsbelasteten Flächen? (3) Welche besonderen Gefahren und Einsatzbehinderungen gab es dabei? (4) Welche Feuerwehreinsatzpläne für gefährdete Flächen existieren? (5) Wie werden Munitionsbelastungen in digitalen Einsatzkarten gekennzeichnet? (6) Wie viele Übungen zur Brandbekämpfung auf munitionsbelasteten Flächen wurden durchgeführt? (7) Welche vorbeugenden Maßnahmen wurden umgesetzt? (8) Welches Konzept besteht zur Bereitstellung von Drohnen, ferngesteuerten Löschrobotern und Spezialtechnik? (9) Nach welchen Kriterien werden Flächen zur Räumung priorisiert? (10) Welche Untersuchungen zu Umweltbelastungen wurden durchgeführt?
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Fragen der AfD-Fraktion. Die Antworten der Landesregierung liegen nicht vor. Die Anfrage fordert konkrete Daten und Dokumentation ein: Flächen (aufgeschlüsselt nach Landkreis, Kommune, Eigentumsart), Brände seit 2015 (mit Ort, Größe, Einsatzdauer), Einsatzpläne mit Aktualisierungsdatum, digitale Kennzeichnung von Gefahrenstellen, Häufigkeit von Planübungen, umgesetzte Präventionsmaßnahmen, verfügbare Spezialtechnik mit Anfahrtszeiten und Umweltuntersuchungen.