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HessenGroße AnfrageAfD

❔ GeoProH-Projekt: Anfrage zu öffentlicher Beteiligung, Finanzierung und Interessenskonflikten

24. August 2026Dokument 21/5051 · WP 21Hessen
Marcus Resch, Pascal Schleich, Bernd Erich Vohl, Jochen K. Roos, Roman Bausch
GeothermieOberrheingrabenInteressenskonflikteÖffentliche RessourcenDatenzugang
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Große Anfrage behandelt das Projekt GeoProH zur geophysikalischen Erkundung des Untergrunds im Oberrheingraben in Hessen. Die AfD-Fraktion stellt umfassende Fragen zur Struktur, Finanzierung und Governance dieses Projekts. Hintergrund ist die Antwort der Landesregierung auf eine frühere Kleine Anfrage (Drucksache 21/4201), in der die Regierung erklärt hatte, dass 2026 keine Haushaltsmittel des Landes für GeoProH eingesetzt würden. Gleichzeitig ist das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie und Wohnen (HMWVW) Vertragspartner des Projekts und das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) verarbeitet die relevanten Daten. Ein überarbeiteter Leitfaden Tiefengeothermie, der im ersten Quartal 2025 angekündigt wurde, war bis August 2026 noch nicht veröffentlicht.

👥 Wer ist betroffen?

Hessische Landesregierung und ihre Behörden (HMWVW, HLNUG, LEA Landesenergie-Agentur), Technische Universität Darmstadt und weitere Forschungseinrichtungen (GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung, KIT), privatwirtschaftliche Unternehmen (Vulcan, OMV, Eavor), Bürger und Kommunen in der Region Oberrheingraben sowie Landkreise, insbesondere hinsichtlich potenzieller Geothermie- und Lithiumgewinnungsprojekte.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die AfD-Fraktion fordert detaillierte Informationen zu: alle Vertragspartner und deren Rollen; Verhältnis zwischen GeoProH und GeoLaB; konkrete Beiträge von Behörden seit 2024; Beteiligung an Horizon-Europe-Aufrufen; detaillierte Kosten und Finanzierungsbeiträge aller Partner; Personal-, Sach- und Infrastrukturressourcen; Abgrenzung zwischen neuen Haushaltsmitteln und bereits etatisierten Ressourcen; Auswahlverfahren für Vulcan als wissenschaftliche Leitung und geprüfte Alternativen; Governance-Strukturen, Entscheidungsrechte und Vetorechte; Compliance- und Conflict-of-Interest-Regelungen; Veröffentlichungsregelungen und Datenzugangsrechte; Qualitätssicherungsmaßnahmen; Trennung zwischen Projektbeteiligung und behördlichen Prüfungen; Projektstand und Zeitplanung; Datenprodukte und technische Formate; Nutzungsrechte privatwirtschaftlicher Partner vor allgemeiner Veröffentlichung; konkrete Energie- und Rohstoffprojekte mit GeoProH-Daten; Details zur Aufsuchungserlaubnis 'ORG Plus'; Wettbewerbs- und beihilferechtliche Prüfungen; potenzielle Wettbewerbsvorteile der Privatpartner; belastbare Bewertungen zu geologischen Risiken und induzierter Seismizität.

🔎 Was wurde geantwortet?

Das Dokument enthält nur die Große Anfrage der AfD-Fraktion; eine Antwort der Landesregierung liegt noch nicht vor. Die AfD kritisiert, dass die Landesregierung erklärt, 2026 würden keine Haushaltsmittel des Landes für GeoProH eingesetzt, während gleichzeitig das HMWVW Vertragspartner und das HLNUG Datenverarbeitung übernimmt. Offen bleibt der Einsatz von Personal-, Sach- und Infrastrukturressourcen, die bereits etatisiert sind. Die Verbindung zwischen GeoProH und dem Projekt GeoLaB der TU Darmstadt wird nicht ausreichend erläutert. Vulcan hat die wissenschaftliche Leitung, während privatwirtschaftliche Partner (Vulcan, OMV, Eavor) uneingeschränkte und kostenlose Nutzungsrechte an sämtlichen Ergebnissen für eigene Projekte erhalten.

Quelle: Hessen, Dokument 21/5051, Wahlperiode 21, eingereicht 24. August 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.