❓ Aktuelle Ausbreitung, Schadenspotential und Bekämpfung des Japankäfers in Hessen
📋 Worum geht es?
Der Japankäfer ist ein invasives Schadinsekt, das erhebliche wirtschaftliche Schäden in der Landwirtschaft, im Garten- und Weinbau sowie in Grünanlagen verursacht. In Hessen wurden erste Nachweise bekannt, insbesondere in Trebur. Nach Angaben des Julius Kühn-Instituts vom 6. August 2026 wurden im betroffenen Gebiet 1.581 Japankäfer gefangen – ein drastischer Anstieg gegenüber nur 7 Exemplaren im Jahr 2025. Das abgegrenzte Kontrollgebiet musste bereits erweitert werden. Die Anfrage kritisiert, ob die bisherigen Bekämpfungsmaßnahmen ausreichen und hinterfragt die Realisierbarkeit des Tilgungsziels.
👥 Wer ist betroffen?
Hessische Landwirtschaft, Garten- und Weinbau, Obst- und Gemüseanbau, öffentliche und private Grünanlagen. Geografisch besonders betroffen: das Gebiet um Trebur und die erweiterten Pufferzonen. Angrenzende Bundesländer (Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern) sind ebenfalls als potenzielle Ausbreitungsziele gefährdet.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Anfrage stellt 10 konkrete Fragen an die Landesregierung: (1) Standorte und Kontrollfrequenzen der Fallen nach Gemeinde und Funktion, (2) Begründung der Reduzierung auf dreimal wöchentliche Kontrolle statt täglich, (3) detaillierte Fundorte mit Metadaten, (4) Bodenuntersuchungen auf Eier und Larven, (5) konkrete Bekämpfungsmaßnahmen und biologische Verfahren, (6) Wirksamkeitsbewertung mit Messverfahren und Datengrundlagen, (7) aktualisierte Risikobewertung für alle hessischen Landkreise, (8) Erfolgskriterien für Tilgung vs. Umstieg auf Eindämmung, (9) Höhe eingetretener und zu erwartender Schäden, (10) Koordination mit anderen Bundesländern und Bundesbehörden.
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Anfrage, die Antwort der Landesregierung liegt noch nicht vor. Konkrete Zahlen im Dokument: 7 Japankäfer im Jahr 2025, 1.581 Exemplare bis 6. August 2026 im abgegrenzten Gebiet. Erste Nachweise in Trebur wurden überwacht und führten zu Maßnahmen. Das Gebiet musste erweitert werden. Kontrollen finden derzeit dreimal pro Woche statt, während der nationale Notfallplan tägliche Kontrollen empfiehlt. Vorbemerkung der Fragesteller verweist auf frühere Antwort (Drucksache 21/2545), in der die Landesregierung eine Etablierung nicht ausgeschlossen hatte.