📝 Drucksache 21/5184
📋 Worum geht es?
Der Antrag behandelt die schlechten Ergebnisse der PISA-Studie 2025 für Deutschland und speziell für Hessen. Hessen ist im INSM-Bildungsmonitor 2026 von Platz 6 auf Platz 7 abgerutscht, die Gesamtbewertung sank von 47,3 auf 45,4 Punkte. In Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften sind die Leistungen der 15-Jährigen erneut gesunken – etwa ein Drittel beziehungsweise ein Viertel verfehlt das Mindestniveau. Der Anteil der sogenannten "flüchtigen Leser" (die Texte hastig überfliegen und schnelle, aber falsche Antworten geben) hat sich zwischen 2018 und 2025 nahezu verdoppelt. Interessanterweise verzeichnete das sozioökonomisch privilegierteste Viertel der Schüler die stärksten Leistungsrückgänge.
👥 Wer ist betroffen?
Schüler und Schülerinnen (insbesondere 15-Jährige), Eltern und Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte, Schulen in Hessen, das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Ausbildungsbetriebe und Hochschulen, die Wirtschaft und Gesellschaft Hessens insgesamt
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Landtag fordert die Landesregierung auf: 1) Hessenweite, flächendeckende Lernstandserhebungen (ZLSE) in Deutsch, Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften in allen Jahrgangsstufen und Schulformen unverzüglich durchzuführen; 2) Basierend auf diesen Daten verpflichtende Nachhol- und Nachhilfeangebote für hessische Schüler bereitzustellen; 3) Ein verbindliches Lern- und Leistungsniveau an hessischen Schulen zu definieren, an dem sich Noten und die Verleihung von Abschlüssen orientieren; 4) Hessische Abschlusszeugnisse wieder zu einem Ausweis für Ausbildungs- und Studierfähigkeit zu machen.
🔎 Konkrete Inhalte
Das Dokument ist ein Antrag ohne externe Antworten der Regierung. Die AfD kritisiert konkret: Hessens Platzierung sinkt (von Platz 6 auf 7 im INSM-Monitor), die Gesamtbewertung fällt von 47,3 auf 45,4 Punkte. Etwa 30–25 % der Schüler verfehlen Mindestniveaus. Der Anteil "flüchtiger Leser" verdoppelte sich zwischen 2018 und 2025. Das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen veröffentlicht Ergebnisse der jährlichen Lernstandserhebungen (ZLSE) nicht zentral, sondern nur den einzelnen Schulen über das Lernstandsportal – dies erschwert die Identifikation von Trends und gezielten Maßnahmen. Die AfD argumentiert, dass diese fehlende Transparenz den Eindruck erweckt, die Landesregierung wolle das Ausmaß der "politisch hausgemachten Bildungsmisere" nicht erfassen.