❓ Aalbesatz, Erfolgskontrolle und illegaler Aalhandel in Hessen
📋 Worum geht es?
Die Anfrage betrifft den Besatz des stark gefährdeten Europäischen Aals im hessischen Rheinabschnitt, der seit 2016 (mit Unterbrechung 2020/2021) durchgeführt wird, sowie das begleitende Monitoring zur Erfolgskontrolle. Zudem geht es um die Kontrolle des Handels mit Europäischen Aalen und die Zusammenarbeit der Behörden gegen illegalen Aalhandel, etwa im Zusammenhang mit einem 2019 in Liederbach aufgedeckten Glasaalschmuggel-Umschlagplatz.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind die Landesregierung Hessen, die zuständigen Artenschutzbehörden, der hessische Rheinabschnitt mit seinen Besatzmaßnahmen, sowie Zoll, Bundesamt für Naturschutz und Strafverfolgungsbehörden, insbesondere am Flughafen Frankfurt.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragesteller wollen unter anderem wissen: welche Mengen Aale 2016–2025 jährlich besetzt wurden (Stückzahl, Gewicht, Größenklasse, Besatzstrecken); welche Herkunftsnachweise je Besatzcharge geprüft wurden; welche Kriterien beim Monitoring 2020–2024 zur Zuordnung der Aale verwendet wurden; welche Kennzeichnungsverfahren künftig vorgesehen sind; auf welcher fachlichen Grundlage der Besatz 2025 trotz fehlender Erfolgsnachweise fortgeführt wurde; wie der Erfolg des Besatzes überprüft wird; welche Ausgaben 2016–2025 jährlich entstanden; wie viele Kontrollen zu Handel und Haltung von Aalen durchgeführt wurden; wie oft hessische Behörden seit 2016 mit Zoll, Bundesamt für Naturschutz oder anderen Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiteten; und wie viele Ermittlungs- und Strafverfahren wegen illegalen Aalhandels seit 2016 bekannt sind.
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Anfrage; die Antwort der Landesregierung liegt noch nicht vor.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von Abgeordneten der AfD-Fraktion (Marcus Resch, Pascal Schleich, Sandra Weegels, Bernd Erich Vohl, Jochen K. Roos) eingereicht und ist auf den 13.10.2026 datiert. Laut Vorbemerkung der Fragesteller lässt die EU seit 2011 weder Ausfuhr noch Einfuhr Europäischer Aale aus bzw. in Drittstaaten zu; im hessischen Rheinabschnitt wird seit 2016 Aalbesatz durchgeführt, 2020 und 2021 entfiel er, seit 2022 wird er fortgesetzt. Die Fragesteller verweisen auf einen Monitoringbericht für 2024, der schwankende Fangzahlen auf Wasserstände vor der Befischung zurückführt, sowie auf den Bericht zum Besatz 2025, der laut Fragestellern einen Rückschluss auf den Besatzerfolg aus bisherigen Daten nicht für möglich hält; 2025 sei deshalb kein weiteres Monitoring durchgeführt worden, während der Besatz fortgesetzt wurde. Die Fragesteller verweisen zudem auf eine im Februar 2019 von Zollfahndung und Staatsanwaltschaft Frankfurt in Liederbach aufgedeckte Umschlagstelle für Glasaalschmuggel, der Sicherstellungen am Frankfurter Flughafen vorausgegangen seien.