❓ Drucksache 21/5371
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit der Opfer- und Zeugenhilfe in Hessen, die Betroffene von Straftaten sowie Zeuginnen und Zeugen bei der Bewältigung von Tatfolgen und der Wahrnehmung ihrer Rechte unterstützt. Die Fragestellerin verweist darauf, dass die Zahl der Beratungsfälle und beratenen Personen bei den hessischen Opferhilfevereinen laut Pressemitteilungen des Hessischen Ministeriums der Justiz vom 21.04.2023 und 02.06.2025 zuletzt deutlich gestiegen sei. Vor diesem Hintergrund will die Fragestellerin wissen, ob die bestehenden Strukturen den tatsächlichen Bedarf abdecken und einen flächendeckenden Zugang zu Beratung und Unterstützung gewährleisten.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind die hessischen Opferhilfevereine, deren hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Opfer von Straftaten sowie Zeuginnen und Zeugen, insbesondere im ländlichen Raum und in Landgerichtsbezirken ohne eigenen Vereinssitz, sowie die Landesregierung als Fördergeberin.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragestellerin fragt die Landesregierung unter anderem: wie sich Beratungsfälle und beratene Personen 2020–2025 nach Jahr, Verein und Deliktbereich entwickelt haben; wie hoch die jährlichen Landeszuwendungen 2020–2026 je Verein waren und welchen Anteil sie an der Gesamtfinanzierung ausmachen; wie viele hauptamtliche (in Vollzeitäquivalenten) und ehrenamtliche Beraterinnen und Berater je Verein tätig sind; welche Erkenntnisse zu Wartezeiten und Kapazitätsengpässen vorliegen; wie ein wohnortnaher Zugang im ländlichen Raum sichergestellt wird; welche Maßnahmen die Angebote bekannter, barrierefrei und mehrsprachig zugänglich machen sollen; ob die Arbeit der Opferhilfevereine extern evaluiert wurde; wie die Landesregierung die finanzielle und personelle Ausstattung im Verhältnis zum Bedarf bewertet; ob eine mehrjährige Förderung mit größerer Planungssicherheit vorgesehen ist; und welche weiteren Maßnahmen zum Ausbau der Opfer- und Zeugenhilfe geplant sind.
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Anfrage; die Antwort der Landesregierung liegt noch nicht vor.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von der Abgeordneten Lara Klaes (Bündnis 90/Die Grünen) am 15.10.2026 eingereicht. Als Beleg für den Anstieg der Beratungsfälle verweist die Fragestellerin auf Pressemitteilungen des Hessischen Ministeriums der Justiz (HMdJ) vom 21.04.2023 und vom 02.06.2025. Konkrete Zahlen, Fristen oder Kosten werden im Dokument selbst nicht genannt; eine Antwort der Landesregierung ist noch nicht enthalten.