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NiedersachsenKleine AnfrageCDU

❓ Drucksache 19/11816

7. September 2026Dokument 19/11816 · WP 19Niedersachsen
Heike Koehler
KrankenhausschließungNotfallversorgungRettungsdienstKrankenhausplanungIVENA
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Das Krankenhaus Lehrte wurde zum 30.06.2026 geschlossen und durch das KRH Regionale Gesundheitszentrum Lehrte mit ambulanten Angeboten und 10 Planbetten ersetzt. Die Abgeordnete fragt nach den Auswirkungen dieser Schließung auf die stationäre und notfallmedizinische Versorgung im östlichen Bereich der Region Hannover sowie nach der Situation des KRH Klinikums Großburgwedel, dessen geplanter Neubau sich weiterhin in einer Interimslösung befindet.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind Patientinnen und Patienten im östlichen Bereich der Region Hannover, insbesondere in Lehrte und Umgebung, die umliegenden Krankenhäuser (u. a. in Hannover und Großburgwedel), der bodengebundene Rettungsdienst mit seinen 50 kommunalen Trägern sowie das KRH Klinikum Großburgwedel.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragestellerin erkundigt sich unter anderem: Welche Erkenntnisse liegen zu den Auswirkungen der Schließung auf die stationäre und Notfallversorgung vor? Anhand welcher Kennzahlen bewertet die Landesregierung die Versorgungssicherstellung? Welche Daten (IVENA, Krankenhausstatistiken, Rettungsdienstdaten, Daten der Krankenhausgesellschaft, Daten der Krankenkassen) werden genutzt? Wie haben sich Auslastung von Notaufnahmen und Intensivstationen, Fachabmeldungen, Rettungsdienstzuweisungen und stationäre Aufnahmen entwickelt? Welche Erkenntnisse gibt es zu Transport- und Übergabezeiten des Rettungsdienstes? Welche Krankenhäuser wurden als Ausweichkrankenhäuser angefahren? Wie haben sich Patientenzahlen entwickelt, auch am KRH Klinikum Großburgwedel? Welche Ursachen hatten IVENA-Abmeldungen? Welche Maßnahmen wurden zur Versorgungssicherheit ergriffen? Welche Auswirkungen hat die Verzögerung des Neubaus in Großburgwedel?

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Landesregierung antwortet, dass mit dem KRH Regionalen Gesundheitszentrum Lehrte (10 Planbetten, ambulante Leistungen und ambulantes Operationszentrum) ein neues Versorgungsmodell entstanden sei und die Versorgung im östlichen Bereich der Region Hannover dadurch nach ihrer Einschätzung zukunftsfähig weiterentwickelt wurde. Zu konkreten Zahlen und Auswertungen erklärt die Landesregierung mehrfach, dass ihr keine eigenen Erkenntnisse oder Daten vorliegen: Das IVENA-System diene der operativen Echtzeitsteuerung und werde nicht statistisch ausgewertet; zu Rettungsdienstdaten, Transportzeiten, Ausweichkrankenhäusern, Ursachen von IVENA-Abmeldungen und zur Personalsituation des KRH Klinikums Großburgwedel lägen keine Informationen vor, da die Planungs- und Organisationshoheit des Rettungsdienstes bei den 50 kommunalen Trägern liege und die Personalplanung den Krankenhäusern obliege. Zu stationären Patientenzahlen seit der Schließung lägen noch keine Daten der amtlichen Krankenhausstatistik bzw. nach § 21 Abs. 3 KHEntgG vor; zu ambulanten Patientenzahlen könnten generell keine Angaben gemacht werden, da Operationen direkt mit den Krankenkassen abgerechnet würden. Eine externe Evaluation der Schließungsfolgen wurde nicht durchgeführt und laut Landesregierung auch nicht als erforderlich angesehen. Die Landesregierung geht davon aus, dass sich Patientenströme auf andere Krankenhäuser verlagert haben, ohne dies mit eigenen Daten zu belegen. Zu etwaigen Verzögerungen beim Neubau des KRH Klinikums Großburgwedel führt die Landesregierung aus, dass die Fahrzeiten zum nächstgelegenen Krankenhaus in der Regel nicht mehr als 30 Minuten betrügen und eine Verzögerung daher keine signifikanten Auswirkungen auf die Versorgungssituation hätte.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der Abgeordneten Heike Koehler (CDU) gestellt und ging am 07.09.2026 ein (ursprüngliche Drucksache 19/11539); die Antwort des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung namens der Landesregierung datiert vom 08.10.2026 und liegt vor. Die Landesregierung nennt als Fakten: Schließung des Krankenhauses Lehrte zum 30.06.2026, Einrichtung des KRH Regionalen Gesundheitszentrums Lehrte mit 10 Planbetten, 50 kommunale Träger des Rettungsdienstes in Niedersachsen, Fahrzeiten zum nächstgelegenen Krankenhaus laut Landesregierung in der Regel unter 30 Minuten. Zu zahlreichen Teilfragen (Rettungsdienstdaten, IVENA-Auswertungen, Ursachen von Fachabmeldungen, konkrete Patientenzahlenentwicklung, Auswirkungen auf das KRH Klinikum Großburgwedel) erklärt die Landesregierung ausdrücklich, dass ihr keine Daten oder Erkenntnisse vorliegen beziehungsweise keine Auswertung erfolgt sei.

Quelle: Niedersachsen, Dokument 19/11816, Wahlperiode 19, eingereicht 7. September 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.