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NiedersachsenKleine AnfrageCDU

❓ Drucksache 19/11826

8. Oktober 2026Dokument 19/11826 · WP 19Niedersachsen
Saskia Buschmann, Veronika Bode, Jan Bauer, Christian Frölich, Karl-Ludwig von Danwitz
SuchterkrankungKinder- und JugendrehabilitationEntzugsbehandlungVersorgungskapazitätenKinder- und Jugendhilfe
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Dietrich-Bonhoeffer-Klinik in Ahlhorn war eine auf die medizinische Rehabilitation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Abhängigkeitserkrankungen spezialisierte Einrichtung. Der Klinikbetrieb wurde laut Dokument zum 30. Juni 2026 eingestellt; nach Angaben des Trägers entfielen damit 60 der bis dahin bundesweit 85 spezialisierten Rehabilitationsplätze für abhängigkeitserkrankte Kinder und Jugendliche. Seit dem 1. Juli 2026 bestehen am Standort zwei therapeutische Wohngruppen mit insgesamt 22 Plätzen, die der Kinder- und Jugendhilfe zuzuordnen sind; nach Angaben des Trägers kann der medizinische Bestandteil der bisherigen Rehabilitationsbehandlung dort nicht in gleicher Weise abgebildet werden.

👥 Wer ist betroffen?

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit stoffgebundenen Abhängigkeitserkrankungen in Niedersachsen, insbesondere im Nordwesten (Landkreise Aurich, Leer, Wittmund und die Stadt Emden); die Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen (NLS); die Deutsche Rentenversicherung (DRV); der Träger der Klinik.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller erfragen unter anderem: wie sich die Versorgungskette für betroffene Kinder und Jugendliche mit Stand 31. Juli 2026 darstellt; welche stationären Einrichtungen und Kapazitäten (Entzugsbehandlung, Akutbehandlung, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Rehabilitation, Kinder- und Jugendhilfe) aktuell zur Verfügung stehen; welche Bedarfs- und Inanspruchnahmedaten 2022–2026 vorliegen; seit wann und wodurch die Landesregierung von der Gefährdung der Klinik wusste; welche Gespräche und Maßnahmen zur Sicherung des Klinikbetriebs unternommen wurden; welche Handlungsoptionen geprüft wurden; ob die Landesregierung eine eigene Auswirkungsbewertung vorgenommen hat; wie sie die gegensätzlichen Einschätzungen von NLS und DRV bewertet; wie viele Kinder und Jugendliche 2022–2026 eine Rehabilitation begonnen haben; wie viele Fälle seit dem 1. Juli 2026 wegen fehlender Kapazitäten nicht oder verspätet behandelt werden konnten; welche Ziele und Zuständigkeiten für die Versorgung bestehen; welche Gespräche seit 2022 mit DRV, Krankenkassen, Kommunen, Trägern, NLS und Bund geführt wurden; wie die Versorgungslage in Ostfriesland aussieht; und welche Maßnahmen bis zum 31. Dezember 2027 geplant sind.

🔎 Was wurde geantwortet?

Das Dokument enthält nur die Anfrage; die Antwort der Landesregierung liegt noch nicht vor. Im Hintergrundtext nennen die Fragesteller folgende Angaben: Der Klinikbetrieb endete laut Trägerangaben am 30. Juni 2026, wodurch bundesweit 60 von 85 spezialisierten Rehabilitationsplätzen für abhängigkeitserkrankte Kinder und Jugendliche entfielen. Die NLS äußerte im März 2026 die Einschätzung, der Wegfall könne nicht durch andere Einrichtungen kompensiert werden. Die DRV vertrat im April und Mai 2026 die gegenteilige Auffassung, dass hinreichende Rehabilitationsmöglichkeiten bestünden und das Platzangebot die Nachfrage in der Vergangenheit überstiegen habe. Seit dem 1. Juli 2026 bestehen am Standort zwei therapeutische Wohngruppen mit 22 Plätzen im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe; laut Trägerangabe kann der medizinische Rehabilitationsanteil dort nicht gleichwertig abgebildet werden.

⚡ Einordnung

Eingereicht wurde die Kleine Anfrage von Abgeordneten der Fraktion CDU (Saskia Buschmann, Veronika Bode, Jan Bauer, Christian Frölich, Karl-Ludwig von Danwitz), eingegangen am 08.10.2026 und verteilt am 13.10.2026. Eine Antwort der Landesregierung ist im vorliegenden Dokument nicht enthalten. Die im Dokument genannten Zahlen (60 von bundesweit 85 Rehabilitationsplätzen, 22 Plätze in zwei Wohngruppen seit 1. Juli 2026) stammen aus Quellenangaben der Fragesteller (Trägerwebsite, NLS, DRV, NDR) und sind als deren Angaben gekennzeichnet, nicht als eigene Feststellung der Landesregierung.

Quelle: Niedersachsen, Dokument 19/11826, Wahlperiode 19, eingereicht 8. Oktober 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.