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Nordrhein-WestfalenKleine AnfrageFDP

❓ Drucksache 18/21338

10. September 2026Dokument 18/21338 · WP 18Nordrhein-Westfalen
Dietmar Brockes, Thomas Nückel
WildnisgebieteEggeNationalparkBürgerentscheidForstwirtschaft
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage behandelt die Pläne der Landesregierung zur Ausweisung zusätzlicher Wildnisentwicklungsgebiete in der Egge (Kreise Höxter und Paderborn). Dabei geht es um die Frage, ob die Landesregierung durch diese Maßnahmen faktisch einen Nationalpark "durch die Hintertür" schafft, obwohl die Bevölkerung 2024 in einem Bürgerentscheid gegen einen Nationalpark Egge gestimmt hat. Die Landesregierung hat 2025 beschlossen, Wildnisentwicklungsgebiete bis 2026 um insgesamt 5.000 Hektar zu erweitern.

👥 Wer ist betroffen?

Bewohner und Landkreise Höxter und Paderborn, Forstwirte und Waldbesitzer, regionale Holzwirtschaft und forstwirtschaftliche Unternehmen, Naturschutzverbände, sowie die lokale und regionale Wirtschaft mit Bezug zur Waldbewirtschaftung.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die FDP-Abgeordneten stellen fünf Fragen: (1) Mit welchen Beteiligten führt die Landesregierung Gespräche über zusätzliche Wildnisgebiete im Kreis Höxter? (2) Welche finanziellen Auswirkungen entstehen durch den Verzicht auf forstwirtschaftliche Nutzung? (3) Welche Auswirkungen hat dies auf regionale Holzversorgung, Wertschöpfung, Waldumbau, Schädlingsbekämpfung und Waldbrandprävention? (4) Welche Flächen aus früheren Nationalparkplanungen werden als Wildnisgebiete geprüft? (5) Wie stellt die Landesregierung sicher, dass der Bürgerwille nicht faktisch umgangen wird?

🔎 Was wurde geantwortet?

Das Dokument enthält nur die Anfrage; die Antwort der Landesregierung liegt noch nicht vor. Dokumentiert sind folgende Fakten: Im August 2026 berichtete das Westfalen-Blatt von neuem Widerstand gegen zusätzliche Wildnisgebiete. Ein CDU-Landtagsabgeordneter bestätigte laufende Verhandlungen über zusätzliche Wildnisgebiete im Regierungsbezirk und Kreis Höxter. In der Egge bestehen bereits Wildnisgebiete von etwa 700 bis 900 Hektar; durch eine Ausweitung könnte sich die Fläche auf rund 1.600 Hektar erhöhen. Der Bürgerentscheid vom 14. Juni 2024 lehnte eine Nationalparkbewerbung mit 66,3 Prozent der Stimmen ab (Kreis Höxter) bzw. 55,1 Prozent (Kreis Paderborn).

Quelle: Nordrhein-Westfalen, Dokument 18/21338, Wahlperiode 18, eingereicht 10. September 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.