❓ Anwerbung ausländischer Studenten aus Nicht-EU-Ländern für Musikhochschulen NRW
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit der Anwerbung von Studierenden aus Nicht-EU-Ländern (Drittstaaten) an Musikhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen. Hintergrund ist der starke Rückgang der Studienanfängerzahlen aufgrund der Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit (G9), die 2026 zu etwa 40.000 fehlenden gymnasialen Abiturienten führt. Der Fragesteller hinterfrahgt, ob die Anwerbung ausländischer Studenten eine sinnvolle Reaktion auf diesen demografischen Wandel ist, indem er nach Daten zu Studienerfolg, Arbeitsmarktintegration und Kosteneffektivität fragt.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffene sind Musikhochschulen in Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, ausländische Studierende aus Drittstaaten, die Landesregierung sowie alle öffentlichen Hochschulen in NRW, die von Studienanfängerzahlenprognosen und Finanzierungsentscheidungen betroffen sind.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller stellt fünf konkrete Fragen: (1) Welche Daten zur Studienerfolgsquote ausländischer Studenten aus Drittstaaten an Musikhochschulen liegen vor (2015–2025, nach Studiengängen und Herkunft)? (2) Welche Daten zur Erwerbsquote dieser Absolventen in NRW nach Studienabschluss? (3) Welche Daten zur Erwerbstätigkeit auf Grundlage der erworbenen Qualifikationen und in angemessener Lohnhöhe? (4) Welche Daten zur Kostenentwicklung (Studienplatzkosten, Wohnraum, Sprachförderung, Betreuung) durch steigende Anteile ausländischer Studenten? (5) Falls Daten fehlen, plant die Landesregierung entsprechende Erhebungen?
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Anfrage der AfD; die Antwort der Landesregierung liegt nicht vor. Der Fragesteller nennt folgende Hintergrunddaten: Rückgang der gymnasialen Abiturienten 2026 ca. 40.000; erwarteter Rückgang der Studienanfängerzahlen ca. 18,5% zum WS 2026/27; Ziel ist, 2035 wieder das Niveau von 2017 (ca. 102.000 Erstsemester an landeseigenen Hochschulen) zu erreichen. Zum WS 2025/26 hatten 20.490 von 93.896 Erstsemestern in NRW ausländische Staatsangehörigkeit (ca. 22%). Bundesweit stieg der Ausländeranteil seit 2014 um ein Drittel (von 22% auf 30%). Eine IW-Studie vom März 2025 verzeichnet eine Abbruchquote von 49% im Bachelorstudium für internationale Studierende. OECD-Daten zeigen für Deutschland eine Bleibequote von 54% ehemaliger Studenten aus Drittstaaten etwa 10 Jahre nach Studienaufnahme; von 99.700 solcher Personen waren aber nur 26.700 erwerbstätig, ohne Angabe zum Studienabschluss oder -abbruch.