❓ Drucksache 18/21371
📋 Worum geht es?
Das Dokument behandelt die Unterstützung von Alleinerziehenden in Nordrhein-Westfalen. Alleinerziehende Mütter und Väter sind mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert: finanzielle Unsicherheit, Fragen der Kinderbetreuung, Probleme bei Unterhalt und Unterhaltsvorschuss sowie Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Besonders kritisch ist die Armutsgefährdung – Alleinerziehendenhaushalte mit minderjährigen Kindern in NRW weisen eine besonders hohe Armutsquote auf. Seit Mai 2023 hat die Landesregierung eine Landesfachstelle für Alleinerziehende eingerichtet, die kommunale Träger und Fachkräfte beraten und unterstützen soll.
👥 Wer ist betroffen?
Alleinerziehende Mütter und Väter mit minderjährigen Kindern in Nordrhein-Westfalen, insbesondere solche in Armutsgefährdung; Fachkräfte und Träger in Beratungsstrukturen (Erziehungsberatung, Sozialberatung, Frauenberatung, Schwangerenberatung, Familienberatung, Jugendämter).
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Kleine Anfrage der SPD-Abgeordneten fragt nach: (1) Entwicklung und Umfang der Förderung der Landesfachstelle seit Mai 2023 nach Haushaltsjahren, Förderhöhe, Personalausstattung und Zielvereinbarungen; (2) konkrete durchgeführte Angebote wie Veranstaltungen, Schulungen und Netzwerktreffen mit Teilnehmerzahlen; (3) weitere Maßnahmen der Landesregierung seit 2023 zur Verbesserung der Lebenssituation von Alleinerziehenden; (4) konkrete Verbesserungen durch diese Maßnahmen; (5) weitere geplante Maßnahmen in dieser Legislaturperiode zur Entlastung und zur Reduktion des Armutsrisikos.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung antwortet mit konkreten Daten: Die Landesfachstelle wurde mit folgenden Mitteln ausgestattet – Mai bis Dezember 2023: 1,42 Vollzeitäquivalente (VZÄ) und 184.742,55 Euro; 2024: 1,23 VZÄ und 125.941,90 Euro; 2025: 1,0 VZÄ und 109.571,58 Euro; 2026: 1,5 VZÄ und 160.000 Euro. Die Landesfachstelle führte durch: 4 Fachtage, 89 Schulungen, 28 Sozialrechtssprechstunden, 18 Fachberatungen für Projekte und 3 Fachinfos. Bis August 2025 erreichte sie 5.484 Teilnehmende. Zusätzliche Maßnahmen umfassten einen Familiendialog mit Alleinerziehenden, deren Ergebnisse in den nordrhein-westfälischen Familienbericht einflossen. Die Landesregierung plant eine Präsentationsveranstaltung zum Familienbericht am 30. September 2026.