📝 Drucksache 18/21379
📋 Worum geht es?
Der Antrag behandelt die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2026 und der PISA-Studie 2025, die zeigen, dass Schulleistungen von 15-Jährigen in Deutschland in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften auf einem historischen Tiefstand sind. Ein Drittel der Jugendlichen erreicht in Mathematik und Lesen nicht das grundlegende Kompetenzniveau. Besonders besorgniserregend ist, dass der Bildungserfolg weiterhin stark von der sozialen Herkunft abhängt, was Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe gefährdet. Die SPD argumentiert, dass die bekannten Probleme nicht durch weitere Ankündigungen gelöst werden können, sondern konkrete Maßnahmen erforderlich sind.
👥 Wer ist betroffen?
Schüler und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen und Deutschland; Schulen in sozial benachteiligten Gegenden; Eltern und Familien mit niedrigem Einkommen; das gesamte Bildungssystem.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die SPD fordert die Landesregierung auf: (1) Darlegen, welche konkreten Konsequenzen sie aus den PISA-Ergebnissen zieht; (2) Sicherstellen, dass bekannte Maßnahmen schneller und wirksamer greifen; (3) Priorität auf Basiskompetenzen (Lesen, Schreiben, Rechnen) legen; (4) Frühzeitige Förderung, verlässliche Diagnostik und gezielte Unterstützung implementieren; (5) Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen besser unterstützen; (6) Den Schulsozialindex zur gezielten Ressourcenverteilung nutzen; (7) Mehr in Schulen mit größten Herausforderungen investieren; (8) Klare Prioritäten, verlässliche Umsetzung und konsequente Überprüfung der Ergebnisse sicherstellen.
🔎 Konkrete Inhalte
Das Dokument enthält folgende Erkenntnisse: PISA 2025 zeigt Rückgang in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Etwa ein Drittel der Jugendlichen erreicht in Mathematik und Lesen nicht das grundlegende Kompetenzniveau, in Naturwissenschaften etwa ein Viertel. Die Bundesschülerkonferenz bewertet die Ergebnisse als politisches Versagen und fordert strukturelle Veränderungen (09.09.2026). Bundesbildungsministerin Karin Prien sieht Verantwortung bei Eltern und sozialen Medien, was Kritik ausgelöst hat. Die SPD betont, dass bekannte Handlungsfelder wie Basiskompetenzen, frühzeitige Förderung und Bildungsgerechtigkeit bereits benannt sind, aber bisherige Anstrengungen nicht ausreichen. Das Dokument enthält Forderungen, nicht Antworten der Regierung.