❓ Reaktion der Landesregierung auf Berichte über Gewalt, Drogen und Prostitution im Schulalltag
📋 Worum geht es?
Im August 2026 berichtete eine Lehrerin einer Hauptschule im Rheinland der Presse von dramatischen Zuständen im Schulalltag: offener Drogenhandel auf dem Schulhof, Übergriffe gegen Lehrkräfte und Fälle, in denen minderjährige Schülerinnen sich auf der Schultoilette für Geld und Drogen prostituierten. Die Lehrerin kritisierte mangelnde Unterstützung durch die Schulaufsicht. Die Anfrage bewertet diese Berichte vor dem Hintergrund des Präventionsprojekts 'miteinander.stark.sicher', das die Landesregierung im September 2025 startete und zunächst an nur 20 von etwa 5.500 Schulen pilotierte. Im November 2025 versprach Innenminister Herbert Reul, weitere Schulen aufzunehmen.
👥 Wer ist betroffen?
Schülerinnen und Schüler an Schulen im Rheinland, insbesondere minderjährige Kinder; Lehrkräfte und Schulpersonal; Schulbehörden und Schulaufsicht; alle Schulen im Land, die vom Präventionsprojekt profitieren könnten.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die FDP fragt konkret: (1) Wie bewertet die Landesregierung den geschilderten Schulalltag und die mangelnde Unterstützung durch die Schulaufsicht? (2) Welche konkrete Unterstützung hat die betroffene Schule erhalten? (3) Gehört die betroffene Schule zu den 20 Pilotschulen von 'miteinander.stark.sicher'? (4) Wie viele Schulen haben sich seit der Plenardebatte am 5. November 2025 zusätzlich angemeldet? (5) Welche Schritte hat die Landesregierung unternommen, um weitere Schulen zu gewinnen?
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung konnte die beschriebene Schule trotz umfassender Recherche nicht identifizieren. Weder die Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln noch die 47 Kreispolizeibehörden im Land haben Hinweise auf die berichteten Vorfälle gefunden. Es gab keine Problemanzeigen, Überlastungsanzeigen oder schulrechtlichen Beratungsanfragen. Die Ermittlungspolizei Düsseldorf reichte am 25. August 2026 eine Strafanzeige ein. Da die Schule nicht identifiziert wurde, konnten keine konkreten Unterstützungsleistungen benannt werden. Bei keiner der 20 Pilotschulen gibt es Hinweise auf solch massive Vorfälle. Seit November 2025 haben sich keine weiteren Schulen angemeldet. Die Pilotphase war abgeschlossen; eine Anmeldung zusätzlicher Schulen war nicht vorgesehen. Nach der einjährigen Pilotphase läuft derzeit die Auswertung des Projekts.