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Nordrhein-WestfalenKleine AnfrageAfD

❓ Anwerbung ausländischer Studenten aus Nicht-EU-Ländern für die Hochschulen für angewandte Wissenschaft in der Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Zusammenhang mit der demographischen Entwicklung

7. Oktober 2026Dokument 18/21647 · WP 18Nordrhein-Westfalen
Dr. Hartmut Beucker
Internationale StudierendeStudienerfolgsquoteErwerbsquoteHochschulkostenDemographischer Wandel
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Fragesteller thematisieren den Rückgang der Studienanfängerzahlen in Nordrhein-Westfalen, den sie auf die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) zurückführen, sowie den steigenden Anteil ausländischer Studenten aus Drittstaaten an den Erstsemesterzahlen. Sie verweisen auf eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des DAAD zum volkswirtschaftlichen Nutzen der Anwerbung ausländischer Studenten sowie auf einen OECD-Bericht, der nach Ansicht der Fragesteller Zweifel an den dort genannten Bleibequoten aufkommen lässt. Vor diesem Hintergrund fordern sie eine genaue Prüfung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses der Anwerbung ausländischer Studenten aus Nicht-EU-Ländern für die Hochschulen für angewandte Wissenschaft in Trägerschaft des Landes.

👥 Wer ist betroffen?

Hochschulen für angewandte Wissenschaft in Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, ausländische Studenten aus Drittstaaten sowie die Landesregierung als Adressatin der Anfrage.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller fragen: 1. Welche Daten zur Studienerfolgsquote ausländischer Studenten aus Drittstaaten liegen für 2015 bis 2025 nach Studiengängen und Herkunft vor? 2. Welche Daten zur Erwerbsquote dieser Studenten nach Studienabschluss liegen nach Studiengängen und Herkunft vor? 3. Welche Daten liegen vor, ob die Erwerbstätigkeit der erworbenen Qualifikation und einer angemessenen Lohnhöhe entspricht? 4. Welche Daten zur Kostenentwicklung durch den steigenden Anteil dieser Studenten liegen vor (Studienplatzkosten, Wohnraum-, Sprachförderungs- und Betreuungskosten, aufgeschlüsselt nach Studiengang und Herkunft)? 5. Falls diese Daten nicht oder nur teilweise vorliegen: Plant die Landesregierung entsprechende Erhebungen, bzw. wie begründet sie einen Verzicht darauf?

🔎 Was wurde geantwortet?

Das Dokument enthält nur die Kleine Anfrage; eine Antwort der Landesregierung liegt noch nicht vor. Die Fragesteller führen zur Begründung eigene Zahlen an: Laut ihrer Darstellung hatten zum Wintersemester 2025/26 von 93.896 Erstsemestern in Nordrhein-Westfalen 20.490 eine ausländische Staatsangehörigkeit (rund 22 %); bundesweit sei der Ausländeranteil an Erstimmatrikulierten seit 2014 von 22 % auf 30 % gestiegen. Sie zitieren eine IW-Studie für den DAAD, die für 2018 im Bundesdurchschnitt eine Abbruchquote von 49 % im Bachelorstudium bei internationalen Studierenden angibt, sowie den OECD-Bericht „International Migration Outlook 2022“, der für Deutschland eine Bleibequote von 54 % ehemaliger Drittstaaten-Studenten knapp zehn Jahre nach Studienbeginn nennt; von den zugrunde liegenden 99.700 Personen seien laut der dort zitierten Studie nur 26.700 als erwerbstätig ausgewiesen.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der AfD-Fraktion eingereicht (Dr. Hartmut Beucker). Eine Antwort der Landesregierung ist im Dokument nicht enthalten. Die genannten Zahlen und Quellenverweise (u. a. IW/DAAD-Studie 2025, OECD-Bericht „International Migration Outlook 2022“, Angaben des Statistischen Bundesamtes und von IT.NRW) stammen aus den Fußnoten der Fragesteller, nicht aus einer behördlichen Bestätigung.

Quelle: Nordrhein-Westfalen, Dokument 18/21647, Wahlperiode 18, eingereicht 7. Oktober 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.