❓ Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung zur Rückwanderung nach Nordrhein-Westfalen?
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit der Rückwanderung deutscher Staatsangehöriger aus dem Ausland nach Nordrhein-Westfalen. Die Fragesteller verweisen auf eine frühere Anfrage, wonach 2025 insgesamt 67.480 deutsche Staatsangehörige NRW in Richtung Ausland verlassen haben, und wollen nun wissen, wie viele Menschen umgekehrt zurückkehren und welche Unterstützungsangebote es für Rückkehrwillige gibt.
👥 Wer ist betroffen?
Deutsche Staatsangehörige im Ausland mit Rückkehrabsicht, Fachkräfte, Agenturen für Arbeit und Jobcenter, regionale und kommunale Wirtschaftsförderungen sowie die Landesregierung NRW (Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales als federführend benanntes Ressort).
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragesteller wollen wissen: 1) wie viele deutsche Staatsangehörige 2010 bis 2025 aus dem Ausland nach NRW zugezogen sind, aufgeschlüsselt nach Jahren und Herkunftsländern; 2) welche Informationen zu Bildungs- und Qualifikationsstand, Alter und beruflicher Situation der Rückkehrenden vorliegen; 3) welches Ressort für Ab- und Rückwanderung federführend zuständig ist und warum; 4) welche Beratungs- und Informationsangebote des Landes rückkehrwilligen Personen im Ausland zur Verfügung stehen; 5) wie viele Personen diese Angebote 2022 bis 2025 jeweils genutzt haben.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung legt in Anlage 1 die Zuzüge deutscher Staatsangehöriger aus dem Ausland nach NRW 2010-2025 nach Herkunftsgebieten vor (z. B. 21.335 im Jahr 2010, 40.977 im Jahr 2020, 42.826 im Jahr 2025) sowie in Anlage 2 die Aufschlüsselung nach Altersgruppen. Zu Bildungsstand, Qualifikationsstand oder beruflicher Situation der Rückkehrenden liegen laut Landesregierung keine Daten vor. Federführend für das Thema ist laut Landesregierung das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales im Rahmen der ressortübergreifenden Fachkräfteoffensive NRW. Als Angebote für Rückkehrwillige nennt die Landesregierung das flächendeckende Angebot der Agenturen für Arbeit und Jobcenter sowie die Unterstützung durch regionale und kommunale Wirtschaftsförderungen bei Unternehmensgründungen. Zur Nutzung dieser Angebote durch rückkehrende Personen 2022 bis 2025 liegen der Landesregierung keine Informationen vor.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von der FDP-Fraktion (Abgeordneter Alexander Steffen) eingereicht; die Antwort der Landesregierung liegt vor und wurde von der Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration im Einvernehmen mit der Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, dem Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie der Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung gegeben. Die Fragesteller verweisen auf Drucksache 18/20604 (Antwort vom 21.07.2026 auf Kleine Anfrage 8093), wonach 2025 insgesamt 67.480 deutsche Staatsangehörige NRW in Richtung Ausland verlassen haben; diese Zahl stammt aus der genannten früheren Drucksache, nicht aus dem vorliegenden Dokument selbst. Die Landesregierung gibt an, zu Bildungsstand, Qualifikationsstand, beruflicher Situation der Rückkehrenden sowie zur Nutzung bestehender Beratungsangebote (2022-2025) keine Informationen zu besitzen.