❓ Rückgang von Beratungsangeboten für Zugewanderte und Geflüchtete in Nordrhein-Westfalen: Wie groß sind die Versorgungslücken?
📋 Worum geht es?
Die Fragesteller thematisieren die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE), die Jugendmigrationsdienste (JMD) sowie die landesgeförderte Flüchtlingsberatung in Nordrhein-Westfalen. Diese Angebote unterstützen laut den Fragestellern Zugewanderte und Geflüchtete unter anderem bei Fragen des Aufenthaltsrechts, beim Zugang zu Bildung und Beschäftigung, bei Behördengängen und bei der sozialen Integration. Die Fragesteller berichten, dass Träger und Verbände zunehmend auf finanzielle Unsicherheiten, auslaufende Projektförderungen und eine angespannte Personalsituation hinweisen, wodurch Beratungsangebote eingeschränkt würden, Stellen teilweise nicht nachbesetzt werden könnten und die Schließung einzelner Standorte zur Disposition stehe.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind laut den Fragestellern Zugewanderte und Geflüchtete in Nordrhein-Westfalen, die auf Beratungsangebote der Migrations-, Integrations- oder Flüchtlingsberatung angewiesen sind, sowie die Träger und Beschäftigten dieser Beratungsstellen in den Kreisen und kreisfreien Städten des Landes.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragesteller fragen die Landesregierung: 1) wie viele eigenständige Beratungsstellen (MBE, JMD, landesgeförderte Flüchtlingsberatung) seit dem 1. Januar 2024 dauerhaft geschlossen wurden, aufgeschlüsselt nach Beratungsform, Träger, Kreis bzw. kreisfreier Stadt und Schließungsgrund; 2) wie viele Stellen in der behördlichen oder freien Migrations-, Integrations- oder Flüchtlingsberatung seit dem 1. Januar 2024 weggefallen sind, aufgeschlüsselt nach Grund, Jahr, Träger und Region; 3) in welchen Kommunen aktuell kein dauerhaft verfügbares, kostenloses und niedrigschwelliges Beratungsangebot besteht, aufgeschlüsselt nach Beratungsform, Kreisen und kreisfreien Städten; 4) welche Erkenntnisse der Landesregierung über regionale Versorgungslücken vorliegen; 5) welche Maßnahmen die Landesregierung ergreift, um seit dem 1. Januar 2024 entstandene bzw. drohende Versorgungslücken kurz- und mittelfristig zu schließen.
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Kleine Anfrage der SPD-Fraktion; eine Antwort der Landesregierung liegt in diesem Dokument noch nicht vor.
⚡ Einordnung
Die Kleine Anfrage 8863 wurde von den Abgeordneten Silvia Gosewinkel, Lisa-Kristin Kapteinat, Volkan Baran und Thorsten Klute der SPD-Fraktion eingereicht. Das Dokument (Drucksache 18/21671, Original vom 07.10.2026, ausgegeben am 09.10.2026) enthält ausschließlich die Fragestellung; konkrete Zahlen, Fristen oder Kosten werden darin nicht genannt, und es wird nicht auf frühere Drucksachen oder Gesetze verwiesen.