❓ Drucksache 18/21735
📋 Worum geht es?
Die Kleine Anfrage befasst sich mit sogenannten jugendlichen Intensivtätern in Nordrhein-Westfalen. Der Fragesteller bezieht sich auf die Definition der Polizeilichen Kriminalstatistik NRW, wonach Mehrfachtatverdächtige Personen ab acht Jahren sind, die in einem Jahr mit fünf oder mehr Straftaten erfasst werden. Er zitiert Zahlen aus Presseberichten und einer Auswertung des NRW-Innenministeriums zu früheren Jahren und möchte wissen, wie sich die Lage im ersten Halbjahr 2026 entwickelt hat.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind die Kreise und kreisfreien Städte Nordrhein-Westfalens, insbesondere nach den im Dokument genannten früheren Auswertungen die Städte Köln, Dortmund, Duisburg, Essen, Wuppertal, Düsseldorf, Mönchengladbach, Bochum, Münster und Bonn sowie die Region Ostwestfalen-Lippe mit den Kreisen Lippe und Bielefeld. Angesprochen sind zudem die Landesregierung und die Polizei NRW.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller fragt: 1. Wie viele jugendliche Intensivtäter wurden im ersten Halbjahr 2026 pro Monat im Vergleich zu 2025 in den Kreisen und kreisfreien Städten NRWs geführt, aufgeschlüsselt nach Alter und Geschlecht? 2. Welche Nationalitäten haben diese Intensivtäter? 3. Wie viele der abgefragten deutschen Intensivtäter weisen eine Mehrfachstaatsangehörigkeit auf? 4. Wie lauten die Vornamen der deutschen Tatverdächtigen jeweils? 5. In welchem Umfang wird darüber nachgedacht, auch strafunmündige Täter in das Intensivtäterkonzept aufzunehmen?
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Anfrage; die Antwort der Landesregierung liegt noch nicht vor. Der Fragesteller zitiert zur Einordnung frühere Zahlen: Laut einer vom Fragesteller angeführten Auswertung des NRW-Innenministeriums und einem Zeitungsbericht habe die Zahl der Mehrfachstraftäter 2022 landesweit bei 1596 gelegen (2021: 1442), mit den meisten Fällen in Köln (349), Dortmund (244), Duisburg (204), Essen (176), Wuppertal (169), Düsseldorf (133), Bochum (123), Münster (128), Mönchengladbach (118) und Bonn (83). Der Fragesteller führt zudem an, die Zahl der Intensivstraftäter in NRW sei von 1664 im Jahr 2024 auf fast 2000 im Folgejahr gestiegen, davon etwa 900 Heranwachsende, Jugendliche oder Kinder; in Ostwestfalen-Lippe habe die Polizei 179 Intensivtäter gezählt, die meisten in den Kreisen Lippe (40) und Bielefeld (39), und die meisten Intensivtäter in NRW habe das LKA in Köln (174) erfasst.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde vom Abgeordneten Markus Wagner (AfD) eingereicht. Eine Antwort der Landesregierung liegt im vorliegenden Dokument nicht vor. Der Fragesteller verweist zur Begründung auf die Vorlage 18/3033 (A09) sowie auf einen Artikel der Rheinischen Post und einen Artikel des Mindener Tageblatts. Die im Text genannten Zahlen zu Mehrfach- und Intensivtätern stammen laut Fragesteller aus einer Auswertung des NRW-Innenministeriums bzw. aus Presseberichten und sind nicht Teil einer Antwort der Landesregierung auf diese Anfrage.