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Rheinland-PfalzKleine AnfrageAfD

❓ Drucksache 19/137

20. Mai 2026Dokument 19/137 · WP 19Rheinland-Pfalz
Ralf Schönborn
SäugetierartenArtenschutzPopulationsentwicklungNaturschutzSchutzmaßnahmen

📋 Worum geht es?

Die Anfrage behandelt den Schutz gefährdeter Säugetierarten in Rheinland-Pfalz. Der Abgeordnete Ralf Schönborn (AfD) möchte von der Landesregierung wissen, welche Säugetierarten in ihrem Bestand gefährdet sind, wie sich ihre Populationen in den letzten 5-10 Jahren entwickelt haben, welche Schutzmaßnahmen seit 2021 ergriffen wurden und welche zukünftig geplant sind. Hintergrund ist die Bedeutung des Natur- und Artenschutzes für den Erhalt der heimischen Artenvielfalt in Rheinland-Pfalz.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffene Säugetierarten sind: Feldhamster, Luchse, Fledermausarten (Nymphenfledermaus, Mopsfledermaus, Bechsteinfledermaus, Graues Langohr u.a.), Biber, Fischotter, Wölfe, Igel, Gartenschläfer und weitere Kleinsäuger. Praktisch betroffen sind Landwirte, Jäger, Naturschutzorganisationen und alle Regionen Rheinland-Pfalz.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Kleine Anfrage stellt sieben Fragen: (1) Welche Säugetierarten sind bestandsgefährdet oder potenziell gefährdet (aufgeschlüsselt nach Gefährdungsgrad)? (2) Wie entwickeln sich die Populationen (mit Monitoring-Daten oder Schätzungen)? (3) Welche Schutzmaßnahmen wurden seit 2021 ergriffen (einzeln nach Art mit Zeiträumen)? (4) Welche Kosten entstanden (nach Arten und Maßnahmen)? (5) Welche Schutzmaßnahmen sind geplant? (6) Welche Rolle hat Prädationsdruck durch Raubtiere und verwilderte Katzen? (7) Wie wirksam sind Nachtfahrverbote für Mähroboter zum Igel-Schutz?

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Regierung identifiziert 21 Säugetierarten in Gefährdungskategorien (Rote Liste 2020): 6 vom Aussterben bedroht (Feldhamster, Luchs, Nymphenfledermaus, Graues Langohr, Hausratte, Große Hufeisennase), 6 stark gefährdet (Mopsfledermaus, Gartenschläfer, Bechsteinfledermaus u.a.), 9 gefährdet (Wolf, Wildkatze, Fischotter, Feldhase u.a.) sowie 9 weitere auf Vorwarnliste. Detaillierte Populationstrends: Feldhamster zeigt deutlich negativen Trend (Baue pro ha von 0,111 auf 0,025 gesunken), aber erste Stabilisierung in Mainz-Ebersheim durch Schutzmaßnahmen (2025: 4,9 Baue/ha); Gartenschläfer stabil bis leicht zunehmend; Spitzmäuse ohne systematische Erfassungen; Fledermäuse mit überwiegend mangelhafter Datenlage; Biber kontinuierlich positiv (2025: 184 Reviere mit Burgen, 180 Ansiedlungen, 69 verwaiste Standorte); Luchs grenzüberschreitende Population etabliert (Monitoringjahr 2024/25: 16 unabhängige + 8 juvenile Tiere); Wolf kontinuierlich zunehmend seit erster Reproduktion 2019; Fischotter erste gesicherte Nachweise seit 2024 in früher Etablierungsphase. Einschränkung: Detaillierte Kostenaufstellung nicht vollumfänglich möglich; landesspezifische Rote Liste erst frühestens 2031 verfügbar.

Quelle: Rheinland-Pfalz, Dokument 19/137, Wahlperiode 19, eingereicht 20. Mai 2026

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.