❔ Perspektiven für die Ausbildung eines musikalischen Spitzennachwuchses in Rheinland-Pfalz: Struktur der Musikstudiengänge und frühkindliche Exzellenzförderung
📋 Worum geht es?
Die Große Anfrage behandelt die Ausbildung von musikalischem Spitzennachwuchs in Rheinland-Pfalz. Der Anfrage liegt die Beobachtung zugrunde, dass in Ländern wie Asien und Osteuropa intensive instrumentale Ausbildung bereits im Alter von 3-4 Jahren beginnt, während in Rheinland-Pfalz der Instrumentalunterricht normalerweise erst mit dem Schulalter startet. Die Vorschulzeit wird dort hauptsächlich durch spielerische Gruppenangebote geprägt. Die Anfrage zielt darauf ab, eine Datenbasis zu schaffen, um die Zukunftsfähigkeit der heimischen Musikerausbildung, die Chancengleichheit einheimischer Talente im globalen Wettbewerb und die Wirksamkeit bestehender Förderstrukturen zu bewerten.
👥 Wer ist betroffen?
Musikhochschule Mainz, Universitäten in Rheinland-Pfalz (Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Universität Koblenz, Technische Universität Kaiserslautern-Landau), kommunale Musikschulen, Studienbewerber und Studierende in Musikstudiengängen (Lehramt, künstlerische Fächer, Musikpädagogik), Kinder im Vorschulalter (3-5 Jahre), Musikabsolventen sowie die regionalen Kulturorchester (Staatsorchester Mainz, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Staatsorchester Rheinische Philharmonie Koblenz, Orchester des Pfalztheaters Kaiserslautern).
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Anfrage enthält 14 Fragen in drei Themenbereichen: (1) Datenbasis und Status quo: Erfassung der Studentenzahlen in Musikstudiengängen nach Standort und Nationalität (deutsch/nichtdeutsch, EU/Nicht-EU) sowie Analyse der Disproportion zwischen deutschem Lehramt und international besetzter künstlerischer Ausbildung; (2) Frühkindliche Ausbildung: Informationen zu Angeboten für 3-5-Jährige, das Verhältnis von spielerischem Unterricht zu individuellem Instrumentalunterricht, Mindestalter für die Studienvorbereitende Ausbildung (SVA), Bewertung struktureller Nachteile einheimischer Talente gegenüber internationalen Standards und geplante Maßnahmen; (3) Durchlässigkeit und Verbleib: Übergänge in Bachelorstudium, Exzellenzinitiativen, beruflicher Verbleib und Beschäftigung in regionalen Kulturorchestern.
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Anfrage der AfD-Fraktion; die Antworten der Landesregierung liegen nicht vor. Die zentralen Fragestellungen betreffen: Gesamtzahl und Zusammensetzung der Musikstudierenden in den letzten fünf Jahren (nach Standort und Nationalität), Gründe für die Disproportion zwischen deutschem Lehramt und international besetzten künstlerischen Fächern, Umfang und Art von Angeboten für Kinder im Alter von 3-5 Jahren an Musikschulen, Mindestalter für SVA-Aufnahme und Anzahl geförderter Vorschulkinder, Einschätzung struktureller Nachteile heimischer Talente, geplante Maßnahmen zur früheren Talentförderung, Übergangsquoten in Bachelorstudiengänge an der Hochschule für Musik Mainz, bestehende Exzellenzinitiativen und Förderprogramme, Erkenntnisse über den beruflichen Verbleib von Absolventen sowie Anstellungsquoten in rheinland-pfälzischen Kulturorchestern.