❓ KI-Kompetenz und innere Unabhängigkeit: Schulische Bildung gegenüber künstlicher Intelligenz
📋 Worum geht es?
Das Dokument behandelt die schulische Vorbereitung von Schülern auf den Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Ausgangspunkt ist ein Zitat des Schriftstellers Martin Mosebach, der fordert, dass Schüler ihre grundlegenden Fähigkeiten trainieren sollten - wie Gedächtnis, Rechnen und Schreiben ohne Hilfsmittel - um gegenüber KI nicht schutzlos zu sein und eine innere Unabhängigkeit zu bewahren. Der Abgeordnete Joachim Paul fragt, inwieweit die Landesregierung Rheinland-Pfalz dieses Ziel verfolgt und wie sie es mit modernen schulpolitischen Maßnahmen verbindet.
👥 Wer ist betroffen?
Schülerinnen und Schüler an allen Schularten in Rheinland-Pfalz, Lehrkräfte, Schulen und schulische Einrichtungen, Eltern, sowie die Bildungspolitik des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller stellt sieben konkrete Fragen: (1) Wie fördert die Landesregierung innere Unabhängigkeit gegenüber KI? (2) Stimmt sie Mosebachs Forderung zur intensiven Förderung grundlegender Fähigkeiten zu? (3) Sind Reduktionen schriftlicher Leistungsfeststellungen ein geeignetes Mittel? (4) Ist die Ankündigung von Hausaufgabenüberprüfungen angemessen? (5) Wie ist Auswendiglernen von Gedichten im Lehrplan verankert? (6) Welchen Veränderungsbedarf erkennt die Regierung? (7) Bis wann sollen Änderungen umgesetzt werden?
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Regierung antwortet mit konkreten Maßnahmen: (1) KI-Kompetenz wird durch Stärkung der Basiskompetenzen (Lesen, Schreiben, Rechnen), das Programm 'Medienkompetenz macht Schule', die Landeslizenz 'fobizz' und ab 2028/2029 ein verpflichtendes Schulfach Informatik gefördert. (2) Regelmäßiges Üben und Festigen sind verbindlich; Schulen treffen Absprachen in schulinternen Curricula. (3) Schriftliche Leistungsfeststellungen sind nur eines von mehreren Mitteln; andere Nachweise müssen gleichwertiges Anspruchsniveau haben. (4) Die Regierung orientiert sich an moderner Lern- und Prüfungskultur mit klaren Standards. (5) Auswendiglernen ist altersgerecht verankert: Grundschule (Gedichte vortragen), Sekundarstufe I (Klassen 5-10 mit regelmäßiger Praxis), Sekundarstufe II (als mögliches Element), nicht in Berufsbildenden Schulen. (6-7) Schul- und Unterrichtsentwicklung ist ein laufender Prozess, der sich an gesellschaftlichen Veränderungen (Digitalisierung, KI, Klimawandel) orientiert; konkrete Umsetzungsfristen werden nicht genannt.