❓ Absatzentwicklung im Weinbau in Rheinland-Pfalz
📋 Worum geht es?
Das Dokument ist die Antwort der Landesregierung Rheinland-Pfalz auf eine Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten Jürgen Klein zur wirtschaftlichen Situation des Weinbaus. Hintergrund ist ein erheblicher wirtschaftlicher Druck auf die Weinwirtschaft: Die Weinerzeugung im Jahr 2025 lag mit rund 5,1 Millionen Hektolitern deutlich unter dem Vorjahresniveau, insbesondere die Regionen Rheinhessen und Pfalz verzeichneten starke Rückgänge. Zudem berichten Winzer von Absatzschwierigkeiten, verändertem Konsumverhalten und steigenden Belastungen für ihre Betriebe.
👥 Wer ist betroffen?
Weinbaubetriebe in Rheinland-Pfalz, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen in den Anbaugebieten Rheinhessen, Pfalz, Mosel, Nahe, Ahr und Mittelrhein; Winzerverbände und Winzer; Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz; Absatzmärkte im In- und Ausland.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die ursprüngliche Kleine Anfrage (Drucksache 19/39) stellt sieben Fragen: (1) Absatzzahlentwicklung seit 2021 nach Inlands- und Exportabsatz, (2) Entwicklung der durchschnittlichen Flaschen- und Fassweinpreise seit 2021, (3) wichtigste Exportmärkte seit 2021 mit Exportmengen, (4) konkrete Auswirkungen rückläufiger Absatzzahlen auf KMU-Betriebe, (5) ergriffene Maßnahmen der Landesregierung seit 2021 zur Absatzförderung, (6) bestehende Förderprogramme für Vermarktung und Export, (7) geplante Maßnahmen der neuen Landesregierung zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung antwortet mit konkreten Daten: Die Weinmengen qualitätsgeprüfter rheinland-pfälzischer Weine sanken von 5,13 Millionen Hektolitern (2021) auf 4,34 Millionen (2025). Die Exportmengen deutscher Weine (90% aus Rheinland-Pfalz) fielen von 1,279 Millionen hl (2021) auf 1,203 Millionen (2025). Bei den Preisen stiegen Flaschenweimpreise von 3,72 Euro/Liter (2021) auf 4,30 Euro (2025), während Fassweinpreise von 0,95 Euro (2021) auf 0,75 Euro (2025) sanken. Wichtigste Exportmärkte sind USA, Polen und Niederlande, alle mit fallenden Exportmengen. Die Landesregierung fördert den Weinsektor mit etwa 50 Millionen Euro pro Jahr, plant weitere 15 Millionen Euro für Innovation bis 2027 und erhöhte die Flächenabgabe zur Absatzförderung von 77 auf 100 Euro/Hektar. Geplante Maßnahmen sind eine Marketingkampagne, ein runder Tisch zu klimaangepasstem Weinbau, Unterstützung des Deutschen Weininstituts mit 1 Million Euro und Förderung der Rotationsbrache.