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Rheinland-PfalzKleine AnfrageBündnis 90/Die Grünen

❓ Parkinson-Erkrankung durch Pestizideinsatz in Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz

3. Juni 2026Dokument 19/195 · WP 19Rheinland-Pfalz
Dr. Lea Heidbreder, Paul Bunjes
Parkinson-ErkrankungPestizideBerufskrankheitLandwirtschaftArbeitsschutz

📋 Worum geht es?

Das Dokument beantwortet eine Kleine Anfrage zum Thema Parkinson-Erkrankungen bei Beschäftigten in Landwirtschaft und Weinbau, die durch langjährigen Pestizideinsatz verursacht werden können. Der Ärztliche Sachverständigenbeirat beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat empfohlen, das Parkinson-Syndrom durch berufliche Pestizidexposition als Berufskrankheit anzuerkennen. In Rheinland-Pfalz sind etwa 71.000 Menschen in diesen Branchen beschäftigt. Die Kleine Anfrage der Grünen zielt auf die Maßnahmen ab, die die Landesregierung zum Schutz dieser Arbeitnehmer ergreift und wie sie den Pestizideinsatz reduzieren will.

👥 Wer ist betroffen?

Etwa 71.000 Beschäftigte in der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft und im Weinbau (Stand 2023). Betroffen sind auch weitere Arbeitnehmer im Gartenbau, die über viele Jahre Pflanzenschutzmittel anwenden und damit einem erhöhten Parkinson-Risiko ausgesetzt sind.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Kleine Anfrage stellt folgende zentrale Fragen: (1) Wie viele Anträge auf Anerkennung einer Parkinson-Erkrankung als Berufskrankheit von Beschäftigten in Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz liegen vor? (2) In wie vielen Fällen wurden solche Erkrankungen bereits anerkannt? (3) Welche Maßnahmen ergreift die Landesregierung zum Schutz vor gesundheitlichen Risiken durch Pestizide? (4) Gibt es Defizite in Beratung und Ausbildung für Pestizidanwendung? (5) Wie hat sich der Pestizideinsatz seit 2021 entwickelt? (6) Mit welchen Maßnahmen will die Landesregierung den Pestizideinsatz bis 2031 reduzieren?

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Landesregierung antwortet mit folgenden konkreten Ergebnissen: (1) Seit 2024 liegen insgesamt 146 Anzeigen bezüglich Parkinson-Erkrankungen vor. (2) Bislang wurden in Rheinland-Pfalz in 36 Fällen Parkinson-Syndrome durch Pestizidexposition als Berufskrankheit anerkannt. (3) Der Anwenderschutz ist Bestandteil der bundesrechtlichen Zulassung; das Land flankiert dies durch Sachkunde, verpflichtende Fortbildungen alle drei Jahre, Beratung und Kontrollen. (4) Die Landesregierung verneint Defizite in Beratung und Ausbildung. (5) Eine belastbare landesspezifische Datenerfassung für die Entwicklung des Pestizideinsatzes seit 2021 liegt nicht vor. (6) Die Maßnahmen umfassen: Förderung integrierten Pflanzenschutzes, vorbeugende Maßnahmen (widerstandsfähige Sorten, Fruchtfolgen), digitale Entscheidungshilfen (Prognosemodelle), innovative Ausbringungstechniken (Spot-Spraying, Drohnen) und Förderung pilzwiderstandsfähiger Rebsorten (PIWI) im Weinbau.

Quelle: Rheinland-Pfalz, Dokument 19/195, Wahlperiode 19, eingereicht 3. Juni 2026

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.