❓ Drucksache 19/348
📋 Worum geht es?
Das Dokument untersucht die Situation des Weinbaus im Ahrtal fünf Jahre nach der Flutkatastrophe. Der Weinbau in der Region erlitt erhebliche Schäden durch zerstörte Rebflächen und Betriebsgebäude. Zusätzlich zu materiellen Verlusten müssen Winzer mit neuen Auflagen in Überschwemmungsgebieten, langwierigen Genehmigungsverfahren und wirtschaftlichen Belastungen umgehen. Das Dokument enthält die Antwort des Ministeriums für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten auf sieben konkrete Fragen zum Wiederaufbau.
👥 Wer ist betroffen?
Winzer und Weinbaubetriebe im Weinbaugebiet Ahr (insbesondere in Mayschoß und Dernau), Landwirtschaftsbetriebe, regionale Weinindustrie, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel, Kreisverwaltungen.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Anfrage stellt sieben Fragen: (1) Entwicklung der bestockten Rebfläche seit 2021, (2) Weinerzeugungsmengen und Absatz seit 2021, (3) Anzahl noch offener Genehmigungsverfahren für Wiederaufbau, (4) Abrufquote der Wiederaufbauhilfen für Land- und Weinwirtschaft, (5) Höhe bewilligter aber nicht ausgezahlter Hilfen, (6) Anzahl noch nicht abschließend bearbeiteter Anträge, (7) durchschnittliche Bearbeitungsdauer der Anträge.
🔎 Was wurde geantwortet?
Rebflächen: 564 ha (2021) → 529 ha (2022, -6,3%) → 531 ha (2023) → 533 ha (2024) → 535 ha (2025). Wiederbestockung im Verfahren Mayschoß nahezu vollständig abgeschlossen; Dernau Flut soll Frühjahr 2027 fertig sein. Genehmigungsverfahren: Keine offenen Verfahren bekannt. Wiederaufbauhilfen (Stand 30.06.2026): 400 von 517 Anträge bewilligt (77,4%); 31,1 von 35,5 Mio. Euro ausgezahlt. DLR Mosel: 134 von 155 bewilligt (86,5%), 25,3 Mio. Euro ausgezahlt, 21 Anträge nicht abgerufen; Kreisverwaltungen: 266 von 362 bewilligt (73,4%), 5,8 Mio. Euro komplett ausgezahlt. Nicht abschließend bearbeitete Anträge: 82 beim DLR, 96 bei Kreisverwaltungen. Bearbeitungsdauer: DLR ca. 1 Woche, Flächenschäden ca. 2 Wochen.