❓ Rückbau digitaler Infrastruktur in der Lehrerausbildung – Antwort des Ministeriums für Bildung
📋 Worum geht es?
Das Dokument ist die Antwort des Ministeriums für Bildung Rheinland-Pfalz vom 20. Juli 2026 auf die Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten Joachim Paul vom 29. Juni 2026. Gegenstand ist der angeblich geplante Rückbau digitaler Infrastruktur in der Lehrerausbildung, speziell der Systeme StudIP und Xi an den Studienseminaren für berufsbildende Schulen. Der Abgeordnete wollte Kosten, Einsparsummen, Gründe und geplante Alternativen in Erfahrung bringen.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind die Studienseminare für das Lehramt an berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz sowie die dort ausgebildeten Lehramtsanwärter und Anwärterinnen und ihre Lehrbeauftragten.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Abgeordnete stellt sieben konkrete Fragen: (1) Jahreskosten für StudIP und Xi der letzten drei Jahre, (2) konkrete Einsparsummen durch Abschaltung oder Einschränkung, (3) sachliche, organisatorische und strategische Gründe für die geplante Entscheidung, (4) Beschreibung der alternativen digitalen Infrastruktur als Ersatz, (5) digitale Organisation der modularen Lehrerausbildungsstruktur, (6) Umsetzung der digitalen Dokumentation von Ausbildungsprozessen, (7) Grundlagen für die Annahme, dass Alternativen die spezifischen Anforderungen erfüllen.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Regierung widerspricht der Prämisse der Frage teilweise: Xi wird nicht abgeschaltet, sondern kontinuierlich weiterentwickelt und gepflegt. Nur das kostenpflichtige Hochschultool StudIP wird ab 2027 nicht mehr weitergführt. Kostenangaben der letzten drei Jahre: 2023 ca. 170.000 Euro, 2024 ca. 160.000 Euro, 2025 ca. 32.000 Euro (zentrale Pflege, Wartung, Servermiete, Support, Weiterentwicklung). Einsparung durch Beendigung von StudIP: ca. 25.000 Euro für erforderliche Updates plus ca. 5.000 Euro jährlich für Pflege und Support. Begründung: Schaffung einer einheitlichen landesweiten IT-Struktur und Nutzung bestehender Landeslösungen. Als Ersatzsysteme werden genannt: Bildungsportal RLP (für Veranstaltungsorganisation und Modulkoordination), das Seminarverwaltungsprogramm Xi (für Verwaltung und Dokumentation), sowie ein datenschutzkonformes Netzwerk (für Datenverwaltung und interne Kommunikation mit Kalender und Mailfunktion). Die Regierung verweist darauf, dass diese Systeme bereits erfolgreich in allen anderen Studienseminaren der Lehrämter an Grundschulen, Realschulen plus, Gymnasien und Förderschulen eingesetzt werden.