❓ Auswirkungen erhöhter Ammonium-Stickstoffeinträge in den Rhein und Gewässerüberwachung
📋 Worum geht es?
Im Juli 2026 kam es aufgrund einer technischen Störung in der Kläranlage der BASF in Frankenthal zu erhöhten Einträgen von Ammonium-Stickstoff in den Rhein. Die Anfrage befasst sich mit den Messergebnissen dieser Belastung in der Rheingütestation Worms, mit der Art der Gewässerüberwachung und mit der Frage, ob die Messdaten der Öffentlichkeit transparent zur Verfügung gestellt werden.
👥 Wer ist betroffen?
Die Gewässerqualität des Rheins, die Rheingütestation Worms als Überwachungsstelle, die Öffentlichkeit als Interessent an Transparenz über die Wasserqualität, Nutzer des Rheins.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Anfrage verlangt detaillierte Informationen zu: (1) Messwerte für Ammonium-Stickstoff seit dem 9. Juli 2026, (2) Nitrat-Stickstoff-Konzentrationen, (3) TOC-Werte (Total Organic Carbon), (4) Art der Überwachung (kontinuierlich oder Einzelproben), (5) Gründe für eventuell fehlende Veröffentlichung und Pläne für zukünftige Transparenz, (6) Inventar der Messgeräte mit Inbetriebnahmedaten, (7) Maßnahmen des Umweltministeriums und des Landesamts zur Minimierung der Umweltauswirkungen.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Regierung antwortet mit konkreten Messwerten: Ammonium-Stickstoff-Konzentrationen vom 16., 17., 21. und 22. Juli 2026 auf drei Messleitungen (0,14–0,24 mg/L auf Leitung 1); Nitrat-Stickstoff-Konzentrationen im Bereich von 0,94–1,4 mg/L; TOC-Werte zwischen 2,4–4,7 mg/L. Die Stoffe werden nicht kontinuierlich überwacht, sondern nur durch Einzelproben nach DIN-Verfahren analysiert. Die Rheingütestation Worms verfügt über verschiedene Messgeräte (z. B. WTW-Geräte für Temperatur, Sauerstoff, pH-Wert, Leitfähigkeit seit 1995–2025). Durchgeführte Maßnahmen: Am 10. Juli 2026 forderte die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd die BASF auf, die Ammoniumfracht zu reduzieren; tägliche Berichterstattung wurde verlangt; am 13. Juli 2026 informierte das Ministerium im Internationalen Warn- und Alarmplan Rhein.