❓ Entwicklung des Erdbeeranbaus in Rheinland-Pfalz
📋 Worum geht es?
Das Dokument behandelt die Entwicklung des Erdbeeranbaus in Rheinland-Pfalz. Der Abgeordnete Jürgen Klein (AfD) hat die Landesregierung mit einer Kleinen Anfrage befragt, wie sich Anbauflächen, Erntemenge, Betriebszahlen, Produktionskosten und Preise in den Jahren 2021-2025 entwickelt haben. Gefragt wird auch nach Importmengen und Ursachen des beobachteten Rückgangs. Das Ministerium für Landwirtschaft antwortet mit detaillierten Daten und einer Analyse der wirtschaftlichen Herausforderungen.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffene sind Erdbeerbaubetriebe in Rheinland-Pfalz, Landwirte und Obstbaubetriebe, Verbraucher sowie Handelsbetriebe, die mit Erdbeeren arbeiten. Regional besonders betroffen sind die Anbauregionen Ahrweiler, Rhein-Pfalz-Kreis und Mainz.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Kleine Anfrage stellt sieben konkrete Fragen: (1) Entwicklung der Erdbeeranbauflächen seit 2021 nach Jahren und Gebietskörperschaften, (2) Jährliche Erdbeerernte seit 2021 differenziert nach Anbauart, (3) Anzahl der Betriebe mit Erdbeeranbau seit 2021, (4) Erkenntnisse über Produktionskosten in den letzten fünf Jahren, (5) Durchschnittliche Erzeugerpreise seit 2021, (6) Importmengen frischer Erdbeeren seit 2021 nach Herkunftsländern, (7) Ursachen der rückläufigen Anbauflächen und sinkenden Nachfrage.
🔎 Was wurde geantwortet?
Zentrale Ergebnisse der ministeriellen Antwort: Anbaufläche stark rückläufig: 2021: 470,9 ha → 2025: 359,7 ha. Erntemengen (Tonnen): 2021: 4.532,9 t → 2025: 4.720,1 t. Betriebszahlen sinken kontinuierlich: 2021: 104 Betriebe → 2025: 83 Betriebe. Produktionskosten steigen erheblich: Lohnkosten ca. 60% der Gesamtkosten, Dieselpreise 2021: 1,4 EUR/Liter → 2026: bis 2,26 EUR/Liter, Gewächshauskosten +30-60% innerhalb eines Jahres. Regionale Erzeugerpreisdaten liegen nicht vor. Importe verdoppeln sich: 2021: 1,86 Millionen kg → 2025: 4,13 Millionen kg, hauptsächlich aus Spanien (2025: 2,31 Mio. kg), Niederlande, Vereinigtes Königreich, Marokko und Ägypten. Ursachen des Rückgangs: gestiegene Produktionskosten → sinkende Konkurrenzfähigkeit, inflationsbedingte Kaufkraftabnahme → reduzierte Nachfrage, fehlende Rentabilität gegenüber Handel, fehlende Betriebsnachfolge.