❓ Drucksache 19/481
📋 Worum geht es?
Die Kleine Anfrage befasst sich mit den finanziellen und personellen Aufwendungen für das Wolfsmanagement in Rheinland-Pfalz. Hintergrund ist die zunehmende Ausbreitung von Wölfen im Bundesland, insbesondere im Westerwald, und die damit verbundenen Herausforderungen für Herdenschutz, Rissmanagement, Monitoring und Öffentlichkeitsarbeit. Das Dokument enthält sowohl die sieben Fragen der Abgeordneten Bernhard Cürten und Jürgen Klein (AfD) als auch die detaillierten Antworten des Ministeriums für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten.
👥 Wer ist betroffen?
Nutztierhalter in Rheinland-Pfalz (Schafe, Ziegen, Rinder, Pferde, Damwild); Landesforsten und die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (KLUWO); Bewohner der betroffenen Regionen im Westerwald, Hochwald und anderen Territorien; Jagdverbände und Naturschutzorganisationen.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Kleine Anfrage stellt sieben Fragen zur Entwicklung des Wolfsmanagements: (1) Entwicklung der Wolfspopulation seit 2021 nach Territorien und Jungtieren; (2) jährliche Gesamtkosten seit 2021 mit Aufschlüsselung; (3) jährliche Förderung von Herdenschutzmaßnahmen; (4) Entschädigungszahlungen für bestätigte Wolfsrisse; (5) Kosten für Rissbegutachtungen; (6) Personalausstattung und Stellenanteile für Wolfsmanagement; (7) Kosten für Wolfsmonitoring nach Einzelmaßnahmen.
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Ministerium antwortet mit folgenden Kernergebnissen: Die Wolfspopulation ist von 1 Territorium (2021/22) auf 7 Territorien (2025/26) angewachsen. Die Gesamtkosten stiegen kontinuierlich: 2021 (246.000 Euro), 2022 (480.000 Euro), 2023 (605.000 Euro), 2024 (672.000 Euro), 2025 (951.000 Euro). Herdenschutzförderung: 2021–2026 wurden über 2,9 Mio. Euro ausgegeben, hauptsächlich für Elektrozäune und in 8 Fällen für Herdenschutzhunde. Entschädigungen: Etwa 84.000 Euro seit 2021, hauptsächlich für Schafe/Ziegen. Rissbegutachtungen kosteten 25.000–57.000 Euro pro Jahr. Personalausstattung: Stieg von 166% VZÄ (2021) auf 670% VZÄ (2025). Wolfsmonitoring: Erfolgt dezentral mittels Fotofallen; genetische Analysen kosteten 2022–2025 insgesamt über 314.000 Euro.