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Rheinland-PfalzKleine AnfrageAfD

❓ Kosten und Strategie des Wolfsmanagements in Rheinland-Pfalz

22. Juli 2026Dokument 19/482 · WP 19Rheinland-Pfalz
Bernhard Cürten, Jürgen Klein
WolfsmanagementÖffentlichkeitsarbeitHerdenschutzBundesjagdgesetzEntnahmen

📋 Worum geht es?

Die Kleine Anfrage befasst sich mit dem Wolfsmanagement in Rheinland-Pfalz vor dem Hintergrund der wachsenden Wolfspopulation im Bundesland. Mit der weiteren Ausbreitung von Wölfen entstehen laufend Kosten für Herdenschutzmaßnahmen, Entschädigungszahlungen, Monitoring, Rissuntersuchungen, Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung. Die Anfrage wurde gestellt, weil sich die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen verändert haben, insbesondere durch die Herabstufung des Schutzstatus auf europäischer Ebene und die Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz im April 2026.

👥 Wer ist betroffen?

Landwirte und Tierhalter (durch Wolfsrisse und erforderliche Herdenschutzmaßnahmen), die Landesregierung und das Ministerium für Landwirtschaft/Weinbau/Umwelt/Forsten (Verantwortung für Wolfsmanagement), Jagdverbände und Jäger, Bürgerinitiativen und betroffene Gemeinden, Forschungseinrichtungen wie das Koordinationszentrum Luchs und Wolf (KLUWO).

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Anfrage stellt sieben Fragen: (1) Maßnahmen zur Akzeptanzförderung und Öffentlichkeitsarbeit seit 2021 mit Kostenaufschlüsselung pro Jahr; (2) Kosten für wissenschaftliche Begleitung des Wolfsmanagements seit 2021; (3) Namen und Aufträge externer Auftragnehmer und Forschungseinrichtungen mit Auftragssummen; (4) Kosten für Rechtsberatungen, Gerichtsverfahren und juristische Auseinandersetzungen seit 2021; (5) Konkrete Änderungen der Wolfsstrategie; (6) Überarbeitung des Wolfsmanagementplans mit Zeitplan; (7) Maßnahmen zur Beschleunigung von Entnahmen schadensstiftender Wölfe.

🔎 Was wurde geantwortet?

Das Dokument enthält die detaillierte Antwort des Ministeriums: Zu Frage 1 (Öffentlichkeitsarbeit) – kontinuierliche Maßnahmen ohne zusätzliche Kosten über Personalkosten hinaus; Anschaffungen: ca. 5.350 Euro (Informationsmaterial), ca. 24.000 Euro (Demonstrations-Zaunanlage in Neumühle), ca. 2.000 Euro (weiteres Informationsmaterial), ca. 750 Euro (KLUWO-Informationsabende); KLUWO-Veranstaltungen mit Kosten: 2023: ca. 2.500 Euro, 2024: ca. 9.200 Euro, 2025: ca. 52.900 Euro; Pressinformationsveranstaltung 2025: 140,72 Euro. Zu Frage 2 – wissenschaftliche Begleitung findet laut Antwort nicht statt (Verweis auf separate Anfrage). Zu Frage 3 – externe Dienstleister ab 2024 für Moderationen und Veranstaltungstechnik: 2024: 1.785 Euro, 2025: 30.500 Euro; Senckenberg Institut führt genetische Analysen durch; Tierkörpersektionen beim Landesamt für Umwelt: 2021: ca. 20 Euro, 2022: ca. 325 Euro, 2023: ca. 260 Euro, 2024: ca. 95 Euro, 2025: ca. 65 Euro. Zu Frage 4 – Gerichtsverfahren gegen Ausnahmegenehmigung zur letalen Entnahme des Leuscheider Rudels: Gerichtsgebühren Verwaltungsgericht Koblenz (Januar 2025): 535,50 Euro, Kostenerstattung für Antragsteller: 1.103,36 Euro. Zu Fragen 5-7 – Landesregierung plant Integration bundesrechtlicher Regelungen ins Landesjagdgesetz; Vollzugshinweise vom 7. Mai 2026 an untere Jagdbehörden und Forstämter.

Quelle: Rheinland-Pfalz, Dokument 19/482, Wahlperiode 19, eingereicht 22. Juli 2026

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.