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Rheinland-PfalzAntwort auf Kleine AnfrageAfD

📄 Drucksache 19/483

12. August 2026Dokument 19/483 · WP 19Rheinland-Pfalz
Jürgen Klein
LuchsLuchsmanagementKostenMonitoringWiederansiedlung

📋 Worum geht es?

Das Dokument enthält die Antwort des Ministeriums für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Jürgen Klein (AfD) zu den Kosten und Aufwendungen des Luchsmanagements in Rheinland-Pfalz. Das Luchsmanagement umfasst die Überwachung und Verwaltung der wiederangesiedelt Luchspopulation im Pfälzerwald, einschließlich genetischer Bestandsstützung, systematisches Monitoring und Entschädigungszahlungen für Weidetierschäden. Die Anfrage hinterfragt die personellen, organisatorischen und finanziellen Aufwendungen für diese Maßnahmen seit 2021.

👥 Wer ist betroffen?

Das Luchsmanagement betrifft landwirtschaftliche Betriebe, insbesondere Schaf- und Ziegenbetriebe im Pfälzerwald und Umliegenden Regionen (VG Lambrecht, Pirmasens-Land, Dahner Felsenland u.a.), die von Weidetierschäden betroffen sind; die Landesforsten Rheinland-Pfalz und das Koordinationszentrum Luchs und Wolf (KLUWO), die das Management durchführen; die lokale Bevölkerung in betroffenen Regionen; Naturschützer und Tierschützer; sowie Jäger und forstliche Betriebe.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Kleine Anfrage stellt sieben detaillierte Fragen: (1) Populationsentwicklung seit 2021 pro Jahr mit Jungtieren und Territorienstandorten; (2) Stellenanteile und Personalkosten für Luchsmanagement pro Jahr und Behörde; (3) durchgeführte Managementmaßnahmen (Auswilderungen, genetische Untersuchungen, veterinärmedizinische Maßnahmen) mit Kosten; (4) Höhe der Entschädigungszahlungen für Nutztier-Schäden nach Fällen und Tierarten; (5) Maßnahmen zur Akzeptanzförderung und Öffentlichkeitsarbeit mit Kosten; (6) Monitoring-Kosten nach Einzelmaßnahmen (Fotofallenmonitoring, Besenderung, Telemetrie, genetisches Monitoring); (7) Kosten der wissenschaftlichen Begleitung des Managements.

🔎 Was wurde geantwortet?

Die ministerielle Antwort enthält folgende konkrete Ergebnisse: Die Luchspopulation wuchs von 15 (2021) auf 23 (2025) Tiere an. Jungtiere wurden 2024 (8) und 2025 (7) erfolgreich geboren, dazwischen (2022-2023) keine. Der Stellenanteil stieg von 43% (2021) auf 105% (2025-2026). Personalkosten stiegen von ca. 31.000 Euro (2021) auf ca. 75.000 Euro (2025-2026). Genetische Untersuchungen kosteten jährlich 3.300–12.200 Euro. Fotofallenmonitoring kostete ca. 20.000–47.420 Euro. Veterinärmedizinische Maßnahmen und Fang/Besenderung fielen erst ab 2024 an (max. 7.900 Euro). Auswilderungen kosteten 2026 ca. 2.600 Euro. Ausgleichszahlungen für Weidetierschäden waren mit insgesamt 10.780 Euro über fünf Jahre gering (2025: 9.013 Euro für 7 Fälle, hauptsächlich Schafe/Ziegen). Öffentlichkeitsarbeit kostete ca. 12.850 Euro (zuzüglich 45.520 Euro Förderung an Landesjagdverband).

Quelle: Rheinland-Pfalz, Dokument 19/483, Wahlperiode 19, eingereicht 12. August 2026

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.