📊 Drucksache 19/485
📋 Worum geht es?
Das Dokument unterrichtet das Plenum des Rheinland-Pfalz Landtags über Empfehlungen des Interregionalen Parlamentarierrates (IPR) und Beschlüsse des Oberrheinrates (ORR) vom Juni 2026. Der Fokus liegt auf grenzüberschreitenden Themen in der Großregion (Saarland, Rheinland-Pfalz, Luxemburg, Belgien, Wallonie) und der Oberrheinregion (Deutschland, Frankreich, Schweiz). Behandelt werden Fragen zum integrierten Arbeitsmarkt, autonomem Fahren, Energiewende und grenzüberschreitender Zusammenarbeit in Europa.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffene sind Arbeitnehmer und Unternehmen in der Großregion und Oberrheinregion, insbesondere die 277.000 Grenzgänger, Arbeitsmarkteinrichtungen, Hochschulen und Berufsbildungsinstitutionen, sowie nationale und EU-Regierungen und Verwaltungen.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Präsident schlägt vor, die Empfehlungen und Beschlüsse in verschiedenen Ausschüssen zu beraten. Die Empfehlungen sprechen sich aus für: (1) Starke grenzüberschreitende Einrichtungen mit Analysefähigkeiten, (2) Sensibilisierungs- und Überzeugungsarbeit in nationalen Hauptstädten und auf EU-Ebene, (3) Schaffung von Synergien mit anderen Grenzregional-Verbünden, (4) Bürokratieabbau und verbesserte Verwaltungszusammenarbeit, (5) Automatische gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen.
🔎 Kernergebnisse
Zentrale Erkenntnisse zur Arbeitsmobilität: 277.000 Grenzgänger in der Großregion (knapp ein Viertel des gesamten EU-Grenzpendlerverkehrs), 29% Anstieg der Grenzgängerzahlen zwischen 2004–2024, über 226.000 Einpendler nach Luxemburg. Identifizierte Hemmnisse: unterschiedliche nationale Regelungen bei Steuern, Sozialversicherungen, Bildungsabschlüssen und Qualifikationsanerkennung. Die IPR-Empfehlung Nr. 1 betont, dass ein integrierter grenzüberschreitender Arbeitsmarkt ein wesentlicher Erfolgsfaktor für prosperitäre Grenzregionen ist und zur europäischen Resilienz beiträgt.