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Rheinland-PfalzKleine AnfrageBündnis 90/Die Grünen

❓ Trinkwasserverfügbarkeit und Zukunft der Wasserversorgung in Rheinland-Pfalz

7. Juli 2026Dokument 19/519 · WP 19Rheinland-Pfalz
Dr. Lea Heidbreder
TrinkwasserGrundwasserneubildungKlimakriseWasserinfrastrukturUferfiltrat

📋 Worum geht es?

Die Kleine Anfrage behandelt die Zukunftssicherung der öffentlichen Trinkwasserversorgung in Rheinland-Pfalz angesichts wachsender Herausforderungen durch die Klimakrise. Kernprobleme sind sinkende Grundwasserneubildung, längere Trockenperioden, steigende Wasserverbräuche während Hitzeperioden sowie zeitweise Niedrigwasser und trockenfallende Gewässer. Die Anfrage und die anschließende Regierungsantwort konzentrieren sich auf Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung, neue Infrastruktur sowie Kooperationen zwischen Wasserversorgern.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffene sind die öffentliche Wasserversorgung und alle Kommunen in Rheinland-Pfalz, insbesondere Wasserversorgungsunternehmen, Verbandsgemeinden und Stadtwerke. Besonders kritisch sind Regionen mit niedrigen Grundwasserneubildungsraten wie das Rheinhessische Tafel- und Hügelland sowie die vorderpfälzische Rheinniederung. Langfristig betroffen ist die gesamte Bevölkerung Rheinland-Pfalz als Nutzer der Trinkwasserversorgung.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Kleine Anfrage stellt sieben konkrete Fragen an die Landesregierung: (1) Entwicklung der Trinkwasserverfügbarkeit in den Versorgungsgebieten in den letzten zehn Jahren; (2) Preisentwicklung bei Trinkwasser nach Versorger und Gebiet; (3) Standorte und Planungsstände neuer Brunnen zur Trinkwassergewinnung; (4) neue oder ausgebaute Kooperationen zwischen Wasserversorgern in den letzten zehn Jahren; (5) Identifikation von Wasserversorgern mit Uferfiltrat-Abhängigkeit; (6) verfügbare Alternativen zur Sicherung der Wassergewinnung in Niedrigwasserperioden; (7) geplante Maßnahmen der Landesregierung zur Unterstützung der Wasserversorger.

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Regierung antwortet mit detaillierten Daten: (1) Grundwasserneubildung ist um durchschnittlich 25% gesunken beim Vergleich der Zeiträume 2003–2024 gegenüber 1971–2000; die Vorkommen sind regional sehr ungleich verteilt. (2) Zu Trinkwasserpreisen liegen der Regierung keine systematisch auswertbaren Daten vor. (3) Über 30 konkrete Brunnen- und Wassergewinnungsprojekte werden mit Umsetzungsständen aufgelistet (viele in Umsetzung, mehrere in Planung); zwei größere Uferfiltrat-Erschließungsprojekte sind geplant (Guntersblum und Ludwigshafen). (4) Über 20 Verbundprojekte und Verbundleitungen zwischen Wasserversorgern werden dokumentiert, die Versorgungssicherheit in Mangel- und Krisenszenarien erhöhen. (5) Uferfiltrat wird hauptsächlich an Rhein-nahen Wasserwerken entnommen; Mosel und Lahn spielen untergeordnete Rollen.

Quelle: Rheinland-Pfalz, Dokument 19/519, Wahlperiode 19, eingereicht 7. Juli 2026

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.