❔ Drucksache 19/625
📋 Worum geht es?
Die Große Anfrage behandelt den kritischen Zustand der Hochschulinfrastruktur in Rheinland-Pfalz. Basierend auf Berichten des Rechnungshofs wird ein erheblicher Sanierungsstau bei Hochschulgebäuden, insbesondere an den Standorten Kaiserslautern, Landau, Mainz und Trier, dokumentiert. Zusätzlich verursachen staatliche Hochschulen fast 50% der Treibhausgasemissionen der Landesverwaltung. Die Anfrage zielt darauf ab, die Landesregierung zu Budgets, Planungsprozessen, Finanzierungsquellen und der Umsetzung von Klimazielen bis 2030 zu befragen.
👥 Wer ist betroffen?
Studierende und Lehrende an Hochschulen in Rheinland-Pfalz; Forschungseinrichtungen; Hochschulstandorte Kaiserslautern, Landau, Mainz und Trier; Landesverwaltung bei der Umsetzung von Klimaneutralitätszielen; Haushaltsplanung des Landes Rheinland-Pfalz
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Große Anfrage stellt 88 Fragen in sechs Themenblöcken: (I) Budgets für Neubau und Sanierung in den letzten zehn Jahren und deren tatsächlicher Abfluss; (II) Status quo der Bestandsbauten, Energieverbrauch und Verbräuche; (III) Geplante Neubauvorhaben, Kosten und Zeitpläne; (IV) Gebäudezustanderfassung, Sanierungsbedarfe und Priorisierung; (V) Planungs- und Genehmigungsstrukturen, Personalressourcen und Maßnahmen zur Verfahrensbeschleunigung; (VI) Umsetzung der 4+1-Strategie, Energieträger, Photovoltaik-Potenziale und digitale Gebäudeakten.
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Anfrage; die Antwort der Landesregierung liegt nicht vor. Die Große Anfrage verweist auf folgende Erkenntnisse aus den Jahresberichten des Rechnungshofs: Der Bericht 2024 dokumentierte erheblichen Sanierungsstau (exemplarisch bei der RPTU), mangelnde Instandhaltung, zu geringe Investitionen und fehlendes Gesamtkonzept für Hochschulbau und -sanierung. Der Bericht 2025 attestiert, dass staatliche Hochschulen fast 50% der Treibhausgasemissionen der Landesverwaltung verursachen. Um Klimaneutralität bis 2030 zu erreichen und Hochschulen zukunftsfähig aufzustellen, werden verstärkte Investitionen und Beschleunigung von Planungs-, Genehmigungs- und Bauprozessen gefordert.