❓ Stadt- und Straßenbäume in Rheinland-Pfalz – Datenlage und Monitoring
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit Stadt- und Straßenbäumen in Rheinland-Pfalz als wichtiger Bestandteil der grünen urbanen Infrastruktur. Diese Bäume tragen zur Klimaanpassung bei, spenden Schatten, unterstützen die Kühlung und Regenwasserhaltung, bieten Lebensraum für Tierarten und verbessern die Luftqualität. Allerdings stehen die Bäume unter zunehmendem Druck durch Hitze-, Trockenperioden, Schadstoffeinträge, begrenzte Wurzelräume und konkurrierende Nutzungsansprüche. Eine verlässliche Datengrundlage über Bestand, Zustand und Entwicklung des Baumbestands ist daher notwendig.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffene sind Kommunen und kreisfreie Städte in Rheinland-Pfalz sowie deren Bürger. Insbesondere sind Landkreise und kreisfreie Städte adressiert, deren Baumbestände abgefragt werden.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Abgeordnete stellt sieben konkrete Fragen: (1) Welche Kenntnisse hat die Landesregierung über den Bestand an Bäumen im Siedlungsbereich; (2) Welche Instrumente nutzt die Landesregierung zum systematischen Monitoring von Bäumen; (3) Welche Kommunen verfügen über Monitoring-Systeme; (4) Wie viele Bäume gibt es in den kreisfreien Städten; (5) Wie viele Bäume wurden 2016–2025 gefällt; (6) Wie viele Bäume wurden 2016–2025 neu gepflanzt; (7) Wie ist das Verhältnis von Bäumen im privaten und öffentlichen Raum.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung antwortet, dass ihr keine Kenntnisse zur Beantwortung der Fragen vorliegen. Begründung: Die Erfassung und laufende Überwachung des Baumbestands in Siedlungsbereichen ist Aufgabe der einzelnen Gemeinden im Rahmen ihrer Selbstverwaltung. Das Land Rheinland-Pfalz hat keine gesetzliche Verpflichtung, alle Bäume landesweit zu erfassen oder in einem zentralen Kataster zu dokumentieren. Die Zuständigkeit des Landes liegt in überörtlichen Aufgaben und der Schaffung von Rahmenbedingungen. Die konkrete Erfassung, Pflege und Überwachung des Baumbestands ist demnach eine kommunale Aufgabe.