❓ Drucksache 19/699
📋 Worum geht es?
An berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz werden Sozialassistentinnen, Sozialassistenten, Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet. Schülerinnen und Schüler, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, benötigen oft fachsprachliche Unterstützung für ihren Ausbildungserfolg und Berufseinstieg. Die Kleine Anfrage der Grünen-Abgeordneten untersucht, welche berufssprachlichen Förderangebote es derzeit gibt, wie sie genutzt werden und ob die Landesregierung diese ausbauen will.
👥 Wer ist betroffen?
Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in Sozialassistenz- und Erzieher-Ausbildungen; Berufsbildende Schulen in Rheinland-Pfalz; Auszubildende in landesrechtlich geregelten Ausbildungsgängen.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Anfrage stellt sieben Fragen zur Bestandaufnahme: (1) Welcher Bedarf für berufssprachliche Förderung ist der Regierung bekannt? (2) Welche Angebote bestehen derzeit? (3) Wie viele Schüler nutzen diese? (4) Welche Möglichkeiten gibt es speziell für Sozialassistenz und Erzieher? (5) Welche Förderprogramme stehen zur Verfügung? (6) Wie bewertet die Regierung die bestehenden Möglichkeiten? (7) Plant die Landesregierung eine Erweiterung?
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Antwort der Landesregierung zeigt: Keine erfassten Daten zum tatsächlichen Bedarf. An öffentlichen berufsbildenden Schulen können nach Verwaltungsvorschrift zwei- oder vierstündige Sprachfördermaßnahmen für Schüler mit Migrationshintergrund angeboten werden. Dies gilt für die Sozialassistenz-Ausbildung (höhere Berufsfachschule). Für die Erzieher-Ausbildung (Fachschule) ist bewusst kein zusätzlicher Sprachunterricht vorgesehen, da Zugangsvoraussetzungen bereits abgeschlossene Berufsausbildung und qualifizierte Schulabschlüsse erfordern. Statistik (Stand 28.02.2026): 328 Schüler in vierstündigen, 215 Schüler in zweistündigen Sprachfördermaßnahmen. Unterstützung läuft über das Budget-System für berufsbildende Schulen. Eine Erweiterung ist nicht geplant.